Roboter-Jockeys Stählerne Wüstenreiter


In der arabischen Welt haben Kamelrennen eine lange Tradition. Eines hat sich seit dieser Saison aber geändert: Nicht mehr Kinder, sondern 15 Kilogramm leichte Maschinen-Jockeys reiten die Vierbeiner im Wettstreit durch die Wüstenlandschaften.

Kleine Roboter in schicken Uniformen reiten in Dubai Kamelrennen. In diesem Jahr zum ersten Mal. Die 15 Kilogramm schweren Maschinen-Jockeys halten sich gut auf den Vierbeinern, wie lokale Medien vermelden. Die Veranstalter der Kamelrennen reagierten damit auf ein Verbot, Kinder als Jockeys einzusetzen. Menschenrechtsorganisationen hatten immer wieder kritisiert, dass tausende von Kindern vor allem aus Asien in die Golfstaaten gebracht werden, um dort als Jockeys zu arbeiten. Die jüngsten seien erst drei Jahre alt.

Haft- und Geldstrafen drohen

Viele der Kinder-Jockeys wurden offenbar wie Gefangene behandelt und bekamen kaum Nahrung, damit sie weniger Gewicht haben. Nach einem Abkommen mit Unicef, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, wurden im vergangenen Jahr bereits 250 Kinder-Jockeys in ihre Heimatländer zurückgebracht. Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Khalifa Bin Zayed Al Nahyan hat zudem das Mindestalter für Kamel-Jockeys auf 18 Jahre festgesetzt. Bei Missachtung drohen dem Verantwortlichen Haft- und Geldstrafen.

Die Jockey-Roboter kosten etwa 2000 Dollar pro Stück und werden am Golf produziert. Sie haben zwei Greifarme, mit denen sie die Zügel und die Peitsche halten können.

ule mit Agentur

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker