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BOCHUM: Viel Verkehr - wenig Staus

Ruhr-Universität (RUB) verzeichnet Zuwachs bei Neueinschreibungen

Ruhr-Universität (RUB) verzeichnet Zuwachs bei Neueinschreibungen

Mehr als 4.300 Überquerungen ohne nennenswerte Staus - die Bochumer »Immatrikulationsstraße« blieb anno 2001 zur Saison bedingten Hauptverkehrszeit vom Chaos verschont. Obwohl die Zahl der Neuankömmlinge im Vergleich zu den Vorjahren anstieg, liefen die Kontrollen an der Grenze reibungslos ab. Die Einreisenden hatten sich im Vorfeld bereits profunde Kenntnisse der Aufenthaltsmodalitäten angeeignet und verfügten über eine gute Orientierung. Gegen die Vorlage von Passfotos, Abizeugnis, Nachweis des Sozialbeitrages und Krankenkassenbescheinigung sowie dem Eintrag persönlicher Daten an PC-Terminals durften sie passieren und erhielten schließlich ihre Aufenthaltsgenehmigung: den Studentenausweis samt Studienbescheinigung.

Am 21. September endete in Bochum die Einschreibefrist zum diesjährigen Wintersemester. Wochentags jeweils von 9.00 bis 11.00 Uhr konnten sich zugelassene »Erstis« als ordentliche Studenten anmelden. Als vorläufiges Resultat bleibt festzuhalten, dass der positive Wachstumstrend der letzten Jahre anhält. Somit hat das attraktive und teilweise reformierte Studienangebot ein weiteres Mal über den hässlichen Anblick nackter Betonmauern triumphiert.

Reformierte Studiengänge liegen im Trend

Klassische Diplom-, Magister- und Staatsexamen-Studiengänge in den Bereichen Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften und Medizin bilden mit über 3.000 Neuimmatrikulationen weiterhin den Studienschwerpunkt an der RUB.

Allerdings liegen auch die neuen gestuften B.A.-Studiengänge in einigen Geistes- und Naturwissenschaften gut im Trend. Rund 650 Bewerber entschieden sich für die reformierte Variante, zwei gleichberechtigte Fächer zuzüglich eines praktisch orientierten Optionalbereiches zu studieren. Sie können ihr Studium bereits nach sechs Semestern als Bachelor beenden und wahlweise in weiteren vier Semestern als Master of Science abschließen.

Ein überraschender Zuwachs ist zudem beim klassischen Lehramtsstudium zu verzeichnen. Obwohl das negative Urteil des Expertenrates den Studiengang Anfang des Jahres in die Schlagzeilen brachte, entschieden sich mehr als 400 Studenten für diesen Berufszweig. Sie können ihr Studium nach alter Prüfungsordnung beenden oder aber nächstes Jahr problemlos in den neuen gestuften Studiengang wechseln.

In den Bereichen Chemie, Elektrotechnik und Maschinenbau indes blieb die Zahl der Neuanmeldungen unverändert. Lediglich die Fakultät für Bauingenieurwesen beklagt rückläufige Studentenzahlen.

Einige Studienplätze sind noch frei

Obwohl die »Immatrikulationsstraße« bis zum nächsten Semester wieder gesperrt ist, sind Neuanmeldungen weiterhin noch möglich. Vor allem in den Ingenieurswissenschaften aber auch in einigen anderen Studiengängen sind noch Plätze frei. Zudem fehlen noch die Anmeldungen vieler ausländischer Studenten sowie die Auswertungen der Nachrückverfahren. Alles in allem könnten dieses Jahr mehr als 5.000 neue Studenten den Weg nach Bochum finden. Nicht jeder, der zu spät kommt, wird vom Leben bestraft. (sh)

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