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Abstandsgebot wegen Coronavirus: Ansteckungsgefahr: Arzt bricht weinend zusammen, als sein Sohn ihn umarmen will

Ein Video aus Saudi-Arabien geht um die Welt: Ein Arzt, der offenbar Corona-Patienten behandelt hat, darf seinen Sohn nicht umarmen. Verboten ist der körperliche Kontakt in der Familie allerdings auch für Ärzte nicht.

Das Video bricht einem das Herz: Ein Arzt kommt von der Arbeit nach Hause, er trägt noch seine Arbeitskleidung. Sein kleiner Sohn rennt ihm strahlend entgegen und will in seine Arme stürmen. Doch der Vater wehrt den Jungen ab und sinkt dann weinend auf die Knie. Der nur sechs Sekunden lange Videoclip, der auf Twitter bereits viele Millionen Male angesehen wurde, stammt aus Saudi-Arabien. Der Arzt hatte zuvor anscheinend Patienten behandelt, die mit dem Coronavirus infiziert waren, und befürchtete, seinen Sohn anstecken zu können.

Vorsicht wegen Coronavirus: Erst desinfizieren, dann umarmen

In den sozialen Netzwerken ist das Video innerhalb weniger Tage zu einem Symbol für Social Distancing geworden. Das Abstandsgebot, das die weitere Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen soll, reicht manchmal bis in Familien hinein und ist emotional oft nur schwer zu verkraften. Das Opfer, das vor allem das Personal in den Krankenhäusern bringt, ist groß. Trotzdem ist es im Sinne der allgemeinen Gesundheit essentiell, sich daran zu halten. 

Darauf wollte Nasser Ali al Shahrani, der Mann aus dem Video, aufmerksam machen. Ganz authentisch ist die Szene nämlich nicht: Körperliche Nähe ist innerhalb von Familien, auch bei Arztfamilien, durchaus möglich. Normalerweise rufe er seine Frau an, bevor er nach Hause komme, sagte der Arzt laut "Gulfnews" einer saudischen Zeitung. Nachdem er sich umgezogen und seine Hände gewaschen habe, könne er seinen Sohn auch wieder in den Arm schließen.

Mit dem Video wollte er dennoch zeigen, wie wichtig es ist, auf einen Abstand von anderthalb bis zwei Metern zu achten. "Das Ziel des Videos war es, Menschen auf die Gefahren des Coronavirus aufmerksam zu machen und sie dazu zu bringen, sich an die Anweisungen des Gesundheitsministeriums zu halten", sagte Al Shahrani. Er hoffe, damit "die Herzen derer zu berühren, die sich nicht an die Regeln halten".

Quelle: "Gulfnews" 

epp

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