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Förderung: BAFöG trotz Eigentumswohnung

Auch ein Student mit einer Eigentumswohnung kann BAFöG erhalten. Eine Wohnung von 70 Quadratmetern ist kein anrechnungsfähiges Vermögen, entschied das Verwaltungsgericht Frankfurt.

Auch ein Student mit einer Eigentumswohnung kann Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) bekommen. Bis zu einer Größe von 70 Quadratmetern sei die Wohnung eines allein lebenden Studenten kein anrechnungsfähiges Vermögen, entschied das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main in einem am 6. Februar bekannt gewordenen Urteil (Az.: 10 E 2121/02).

Das Gericht gab einem 32 Jahre alten Studenten Recht, der gegen die Ablehnung seines BAFöG-Antrages geklagt hatte. Der Mann hatte sein Studium 2001 begonnen, nachdem er elf Jahre lang im Fleischerhandwerk gearbeitet hatte. In dieser Zeit hatte er eine Eigentumswohnung gekauft, deren Wert aber inzwischen erheblich gesunken ist. Es wäre nach Auffassung des Gerichts eine unbillige Härte, sie zu einem niedrigeren Wert zu verkaufen. Außerdem habe der Mann die Wohnung als Zukunfts- und Alterssicherung erworben.

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