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Herbstanfang Pflücken, putzen, pflanzen: Die wichtigsten Gartenarbeiten im September

Gartenarbeit im September: Mann beim Formschnitt seiner Hecke mit einer elektrischen Heckenschere
Im Herbst gibt's für Schrebergärtner noch einiges zu tun. Bevor die Parzelle in die Winterruhe geht, müssen Rasen, Hecke, Rosen und Obstbäume umsorgt werden.
© Thomas-Soellner / Getty Images
Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu. Doch bevor endgültig Ruhe einkehrt, stehen für Hobby- und Schrebergärtner noch einige wichtige Arbeiten an. Rasen, Hecke, Obstbäume und Rosen wollen gepflegt werden. Unsere Gartentipps für September.

Inhaltsverzeichnis

Der goldene Herbst hält für Schrebergärtner viele Belohnungen, aber auch noch einige Aufgaben bereit. Die Äpfel an den Bäumen saugen die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres auf und können bald gepflückt und gegessen werden. Gleiches gilt für Pflaumen, Mirabellen und Birnen. Wer seine Obstbäume im Frühjahr und Sommer gut gepflegt hat, erntet jetzt die Früchte seiner Arbeit. Doch der Winter ist nicht mehr weit. So gilt es zugleich, den Garten langsam auf die ersten frostigen Nächte vorzubereiten. Viele Rasenflächen haben unter den teils wochenlangen Trockenphasen des Sommers 2022 schwer gelitten, die Rosen verblühen und so manche Hecke könnte vor der Winterruhe noch einen letzten Schönheitsschnitt vertragen. Es gibt viel zu tun im Gartenmonat September. Im folgenden Artikel erklären wir, was jetzt wichtig ist, worauf Sie achten sollten und welche Geräte Sie dafür brauchen.

1. Rosen ausputzen

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Egal wie üppig sie über den Sommer geblüht haben, vertrocknen Anfang September auch bei den letzten Beetrosen die duftenden Blüten. Um die Blumen der Liebe sicher durch die kalten Herbst- und Wintertage zu bringen, sollten Sie demnächst die Rosenschere zücken. Wer keine Lust auf schmerzhafte Kratzer an Händen, Handgelenken und Unterarmen hat, sollte Rosenhandschuhe (hier ein Modell von Gardena) überziehen, bevor er oder sie sich ins stachelige Gestrüpp stürzt. Die sind im Vergleich zu gewöhnlichen Gartenhandschuhe an den Fingern und Handinnenflächen verstärkt und haben zudem einen längeren Schaft.

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Bevor sich Ihre Rosen im Herbst so langsam auf den verdienten Winterschlaf einrichten, sollten Sie sie sorgfältig ausputzen. Schneiden Sie dafür alle verwelkten Blüten ab. Wichtig: Bei Büscheln kappen Sie den "verblühten" Zweig oberhalb des ersten Blattes, bei Einzelblüten darf auch das zweite Blatt mit weg. Warum sollten welke Blüten ab? Sie verhindern damit, dass sich neue Fruchtstände bilden, was die Pflanze unnötig Kraft kosten würde. Arbeiten Sie unbedingt mit einer Rosenschere oder zumindest mit einer gut geschärften Gartenschere. Unnötige Wunden an den Schnittstellen sind die perfekte Chance für Keime und Krankheitserreger, die den Rosen langfristig schaden. Schneiden Sie Rosen deshalb immer mit einer Bypass-Schere. 

2. Äpfel pflücken und einlagern

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Äpfel gehören zu den beliebtesten Obstsorten der Deutschen. Und der Herbst ist die Jahreszeit, in denen Sorten wie Elstar, Braeburn, Cox Orange & Co. reif für die Ernte sind. Lassen Sie die Früchte im September gern noch ein paar spätsommerliche Sonnenstrahlen erhaschen und checken Sie vor der Ernte den Wetterbericht. Vor allem, wenn Sie die Äpfel lagern wollen oder müssen (weil es zu viele sind), sollte es am Erntetag trocken sein. Weil nicht alle Äpfel an einem Baum zur gleichen Zeit reif sind, ist es sinnvoll, die Ernte auf drei Tage aufzuteilen. Achten Sie beim Pflücken darauf, dass die Äpfel keine Druckstellen bekommen und nicht gequetscht werden. Ein Obst- oder Apfelpflücker (mit Teleskopstiel) ist nicht nur bei höheren Bäumen eine große Hilfe. Die Äpfel vom Baum zu schütteln, ist insbesondere bei anschließender Lagerung eine schlechte Idee. Gesammelt wird das Kernobst am sinnvollsten in Spankörben oder Obststiegen aus Holz oder Plastik. Im Keller oder wo auch immer die Äpfel gelagert werden, sollte es kühl, aber frostfrei sein. Zudem ist eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit wichtig, damit die Äpfel nicht schrumpeln. Gartenhäuschen sind deshalb häufig eine gute Alternative zu meist eher trockenen Kellerräumen. 

3. Rasen aussäen und düngen

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So traurig wie nach diesem Sommer sahen die Rasenflächen in Deutschlands Kleingärten lange nicht mehr aus. Kaum Regen, viel Sonne. Kam dann doch einmal etwas vom Himmel, schüttete es direkt wie aus Kübeln und der Boden hatte keine Chance, das Wasser aufzunehmen. Mit anderen Worten: Vielerorts ist nicht nur der Boden knochentrocken. Die Halme sind verbrannt und die Rasenfläche gleicht einem gelbbraunen Stoppelfeld. Die gute Nachricht: In der Regel sterben nur die Halme, die Wurzeln überleben selbst längere Trockenperioden. Kleiner Wermutstropfen: Wer seinen Rasen im Sommer nicht beregnet, bekommt mehr und mehr Besuch von Rasenunkräutern, die mit ihren Wurzeln in tiefere und noch feuchte Bereiche des Boden gelangen. Doch wie wird aus dem traurigen Gelb wieder ein sattes Grün? Zunächst sollten Sie es mit einem Herbstrasendünger versuchen.

Frühestens zwei Wochen später schmeißen Sie den Vertikutierer an. Der löst abgestorbene Halme und Blätter aus dem Boden. Womöglich hinterlassen Sie beim Rasen vertikutieren größere kahle Flächen. Das ist nicht schlimm. Denn dafür gibt es Rasensamen. Nutzen Sie also schon im September die Chance, die Löcher im Grün zu "flicken". Wenn Sie in einer eher trockenen Region leben, greifen Sie am besten zu trocken resistenten Rasensamen (z.B. von Veddelholzer Garten). Wichtig: Sammeln Sie nach dem Vertikutieren die vertrockneten Rasenreste auf. Die Nachsaat hat sonst keine Chance zu keimen. Und noch ein Tipp: Lassen Sie die Finger von Langzeitdünger! Greifen Sie besser zu solchem mit hohem Kaliumanteil. Der kräftig den Rasen und rüstet ihn für den Winter.

Tipp: Hier finden Sie einen ausführlichen Artikel zum Thema Rasen säen.

4. Hecke (vorsichtig) im Form bringen

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Auch die Hecke verabschiedet sich in die Winterruhe, sobald die Temperaturen nachts spürbar in den Keller sacken. Gönnen Sie ihr deshalb im September noch einen Formschnitt. Wichtig: Der radikale Heckenschnitt ist deutschlandweit bis Ende September verboten. Auch beim Formschnitt sollten Sie vorsichtig sein. Achten Sie auf mögliche Brutplätze einheimischer Vögel. Zudem regt ein später und zu forscher Schnitt das Wachstum junger Triebe an. Die sind aber noch nicht besonders kälteresistent und überstehen womöglich schon die ersten frostigen Nächte nicht. Stutzen Sie die Hecke im September also nur sehr moderat. Statt mit einer Akku- oder E-Heckenschere (hier ein Modell von Bosch) bietet sich dafür eine manuelle Heckenschere an.

5. Blumenzwiebeln setzen

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Wer sich im Frühjahr an farbenfrohen und prächtigen Lilien oder Tulpen im Vorgarten oder der eigenen Schrebergarten-Parzelle erfreuen möchte, sollte den September nutzen, um die Blumenzwiebeln in die Erde zu setzen. Wichtig ist dabei, dass die Zwiebeln in einen möglichst durchlässigen Boden gesetzt werden. Bei sehr schweren Böden hilft Kies, um den Untergrund etwas aufzulockern. Die Zwiebeln von Lilien und Tulpen neigen bei zu viel Nässe im Boden zum Faulen. Etwas Kies oder grober Bausand kann dem vorbeugen. Streuen Sie den Kies vor dem Setzen ins Pflanzloch. Insbesondere bei Tulpen sollten Sie bis Mitte/Ende September mit dem Setzen warten (und sie entsprechend auch später bestellen oder kaufen). Einige Mausarten buddeln diese bevorzugt aus, um sie zu verspeisen. Je kälter es wird, desto wenige aktiv sind die gefräßigen Nager.

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Faustregel fürs Setzen: Bringen Sie die Zwiebeln etwa doppelt so tief in den Boden ein wie sie hoch sind. Heißt: Eine fünf Zentimeter hohe Tulpenzwiebel gehört in ein etwa zehn Zentimeter tiefes Pflanzloch.

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