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H. Hell: Was ich über Sex gelernt habe: Voll überfordert – am sexiesten Strand der Welt

Seit letzter Woche ist sich Henriette Hell sicher: Der Stadtstrand Barceloneta ist der mit Abstand sexieste Beach der Welt. Leider konnte sie nicht ganz mithalten ...

Strand

Das Strandleben nicht nur in Barcelona ist manchmal sehr heiß.

Ich habe mich schon an verdammt vielen Stränden geaalt. In South Beach, auf Ko Phi Phi, auf Ibiza. Aber, Leute, so sexy wie der Stadtstrand Barceloneta in Barcelona ist keiner. Da brennt die Luft. Das muss man als blasser Norddeutscher mit dick LSF 50 auf der Nase erst mal verkraften. 

Es begann schon (erst mal alles andere als sexy) auf der Promenade. Während meine Freundin Kaja und ich den Strand nach einem geeigneten Plätzchen abscannten, blieb mein Blick plötzlich zwischen den weit gespreizten Beinen eines etwa Ü70-Nackideis hängen. Aaargh! Igittigitt, wieso musste der Opa denn unbedingt sein Gemächt in Richtung Fußgängerzone ausstrecken?! Ich meine, FKK ist ja kein Ding. Aber eben nicht MEIN Ding. Auch nicht, wenn es sich bei den Sonnenanbetern um potenzielle Körperdoubles für Ronaldo handelte. So eins saß nämlich gleich daneben und ließ seinen Muskeln für die Spaziergänger spielen, während er so tat, als würde er lesen. Sein Buch diente auch gleichzeitig als eine Art "Lendenschutz" – leider war es nur eins von Reclam.

Der Oben-Ohne-Standard

"Nichts wie weg hier", krähte Kaja und zog mich ein paar hundert Meter weiter, zu den Liegen eines schicken Beachclubs. Dort ließen wir uns begeistert nieder. Selten hatten wir so viele schöne Menschen auf einem Haufen gesehen. Der Großteil der Damen sonnte sich hier – voll 90er – oben ohne in der prallen Sonne und ging so auch ganz selbstbewusst am Wasser spazieren oder an die Bar. Zwischen ihnen buddelten pakistanische Bierverkäufer nach ihren geheimen Vorräten, die sie hier an die Touristen vertickten. Ein skurriles Schauspiel. "Señora, Sie liegen auf meinen Dosen!" – auch wir mussten einmal kurz Platz machen, damit einer der Herren Nachschub holen konnte. 

Ich dachte kurz daran, dass in Pakistan 96 Prozent Muslime leben, und fragte mich, was den Bierverkäufern wohl gerade so durch die Köpfe ging. "Das willst du gar nicht wissen", sagte Kaja. Insgesamt konnte ich allerdings keinen einzigen Mann ausmachen, der den barbusigen Badenixen hinterhergierte oder gar spannte. Bloß Kaja. "Wäre ich ein Mann, würde ich hier mit Dauerlatte rumrennen", bemerkte sie und saugte gedankenverloren an ihrem Mojito, den sie gerade "schwarz" von einem der Pakistanis gekauft hatte.

Peepshow an der Dusche

Vor allem unter den öffentlichen Duschen fand derweil die reinste Peepshow statt. Im Gegenlicht der spanischen Sonne perlte das kühle Nass auf durchtrainierten Oberkörpern, wohlgeformten Hinterteilen und perfekt proportionierten Brüsten ab. Was für ein Anblick! Kaja zündete sich erst mal eine Zigarette (danach) an. "Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei", befand sie. So sahen wir u.a. eine Rockerbraut mit gepiercter Brustwarze, eine hochgewachsene Blondine mit gigantischen Implantaten oder Grazien, die ohne weiteres bei "Victoria’s Secret" hätten mitlaufen können. 

"Wenn ich wegen der Hitze ständig Hotpants tragen müsste, würde ich auch mehr auf meine Figur achten", meinte Kaja und exte den Rest ihres Drinks. "Ach, was soll’s." Und ehe ich mich versah, hatte sie ihr Bikinioberteil gelüftet. "Luftig!" 

Ich tat es ihr allerdings nicht gleich. Topless mochte am Barceloneta das Natürlichste von der Welt sein. Aber nach verschiedenen Ereignissen in den letzten Monaten, etwa der Silvesternacht in Köln, erschien mir das jetzt als zu krass.

Jetzt kommt der Ü70-Style

Krass war auch die Ansage eines jungen Spaniers, der uns kurz darauf Tickets für den Schicki-Micki-Nachtclub "Shoka" verkaufen wollte: "Wenn ihr sexy tanzt, gibt es Drinks umsonst!", raunte er uns zu. Na! Heute musste unser Glückstag sein. 

Wir haben den Abend dann lieber in einer urigen Tappasbar mit leiser Gitarrenmusik und einer Karaffe gutem Rotwein verbracht. Ü70-Style halt. Aber dabei vollständig angezogen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.