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Henriette Hell: Was ich über Sex gelernt habe: Sextoy-Revolution 2017: Schaffen sich die Männer jetzt selbst ab?!

Meine beste Freundin hat einen Neuen. Mit ihm habe sie den besten Sex ihres Lebens. Blöderweise ist "er" ein Sexspielzeug. Erfunden hat's ein Mann. Schaffen sich unsere Männer jetzt etwa selbst ab?! 

Sextoys sind für viele Frauen nicht mehr wegzudenken

Sextoys sind für viele Frauen nicht mehr wegzudenken

Neulich bekam ich eine Mail mit dem Betreff "Psssst!" von meiner Freundin Kaja. Darin fragte sie mich, wie ich generell so zu Sexspielzeug stehen würde und ob ich schonmal von dem "Womanizer" gehört hätte. Das sei so ein neuartiges Gerät, das Frauen mithilfe von sanften Druckwellen zum Orgasmus bringen würde. Binnen Sekunden. Sie hätte sich dieses Teil jetzt mal besorgt. Und wolle mir nur kurz mitteilen, dass sie mit ihm den besten Sex ihres Lebens hätte.

Krasse Ansage, oder? Meine Freundin schien regelrecht süchtig nach dem Teil zu sein. "Ich hatte noch nie so intensive Orgasmen. Dieses Gerät macht Männer im Grunde völlig überflüssig! Wieso sollte ich mich noch durch lahme Dates mit anschließendem enttäuschenden Sex quälen, wenn dieser Orgasmusgarant in meiner Nachttischschublade auf mich wartet?!" Eine Antwort wusste ich auf die Schnelle nicht.

Stylisch, dezent, NICHT phallusförmig

Und das war noch längst nicht alles. Gleich vier verschiedene Freundinnen sprachen mich in den darauffolgenden Wochen auf den Womanizer oder ähnlich revolutionäre Sextoys für Frauen (= stylisch, dezent, NICHT phallusförmig) an. Das fand ich wirklich bemerkenswert, weil es das erste Mal war, dass ich meine Freundinnen so offen, selbstbewusst und fröhlich über Orgasmen und Selbstliebe hatte reden hören. Sie - egal ob Single oder verheiratet - erzählten mir unabhängig voneinander, dass sie gar keine Lust mehr auf Sex mit ihrem oder irgendeinem Mann hätten. "Viel zu anstrengend und das Ergebnis ist am Ende sowie wieder nicht das, was man sich erhofft hat."

9. Mai: Tag des Orgasmus

Auf der einen Seite freute ich mich für meine Freundinnen, auf der anderen Seite drängte sich mir folgende Frage auf: Ist DAS möglicherweise der Anfang vom Ende der Menschheit? Erst kürzlich hatte ich etwas über Sex mit Robotern in der Zeitung gelesen. Vermutlich wieder ein irrer Trend aus China. Aber dennoch beängstigend.

"Männer haben keine Ahnung, was eine Frau braucht"

Der Erfinder des WomanizersMichael Lenke aus Metten, findet übrigens, dass die Männer selbst daran schuld sind, dass Frauen neuerdings zunehmend auf moderne Sextoys setzen, wenn sie Lust auf einen erfüllenden Orgasmus haben. "50 bis 60 Prozent der Männer haben überhaupt keine Ahnung, was eine Frau braucht", erzählte mir Herr Lenke am Telefon. "Es ist schwer, einen guten Liebhaber zu finden. Mich wundert es deshalb nicht, dass immer mehr Frauen gute Sextoys den oft ja sehr enttäuschenden One-Night-Stands vorziehen."

Auch die Tatsache, dass viele Frauen überhaupt nicht beim Sex zum Orgasmus kommen, hätte ihn entsetzt. "Und das in einer aufgeklärten Gesellschaft wie der unseren! Das finde ich skandalös." Deshalb habe er zusammen mit seiner Ehefrau ein Sexspielzeug entwickelt, dass es angeblich fast allen Frauen ermöglicht, zum Höhepunkt zu kommen.

Aber trotzdem kann es doch nicht die Lösung sein, dass Frauen jetzt anfangen (Ersatz-)Beziehungen mit ihren Sextoys zu führen, oder? "Die Männer müssen sich einfach mehr anstrengen", findet Michael Lenke. "Viele sind unglaublich oberflächlich. Sie scheren sich einen Dreck um den Orgasmus der Frau. Die spielen ihnen dann aus Verzweiflung etwas vor und die Männer denken, sie wären der große Zampano. In Zukunft wird das anders laufen. Dann wird sich die emanzipierte Frau selbst das holen, was sie braucht. Wenn sie möchte, holt sie sich einen Mann dazu."

9 Fakten über Sex: In welchen Punkten sich Frauen und Männer wirklich unterscheiden


Sextoys mit dem Partner

Tja, vielleicht wird der nächste Schritt ja dann doch schon ein … Sexroboter?! Das kommt auf die vereinzelten Männer an. Wenn sie ihre Frauen weiterhin vernachlässigen, dann vielleicht schon. Allerdings kann man Sextoys wie den Womanizer ja zum Glück auch wunderbar zusammen mit seinem Partner benutzen. Wenn die Frau kniet und der Mann sie von hinten nimmt, dann kann sie das Gerät wunderbar gleichzeitig vorne "andocken" - mehr geht nicht! Na, dann ist ja vorerst alles in Butter. 

Intime Fotos: So schön sehen Frauen beim Höhepunkt aus
Monika    Mehr zum Fotoprojekt finden Sie auf boredpanda.com und auf der Homepage von Albert Pocej.

Monika

Mehr zum Fotoprojekt finden Sie auf boredpanda.com und auf der Homepage von Albert Pocej.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.