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Informatiker mit 17: Uni-Abschluss ohne Abi

Sein Abitur macht er erst in einem Jahr, doch einen Bachelor-Abschluss in Informatik hat der 17-jährige Arno Pauly schon in der Tasche. Damit ist er einer der jüngsten deutschen Absolventen aller Zeiten.

Der 17 Jahre alte Schüler Arno Pauly hat bereits ein Jahr vor seinem Abitur an der FernUniversität Hagen in Nordrhein-Westfalen einen Hochschulabschluss im Fachbereich Informatik gemacht. Die Hochschule berichtete, der 17- Jährige sei der bisher jüngste Absolvent der Universität. Auch die Sprecherin der Hochschulrektorenkonferenz, Susanne Schilden, erklärte, Pauly sei "sicher einer der jüngsten bundesdeutschen Hochschulabsolventen". Der hoch begabte Jugendliche aus Celle in Niedersachsen hatte für sein Studium eine Ausnahmegenehmigung des nordrhein-westfälischen Kultusministeriums erhalten.

Pauly, der gerade in die 13. Klasse des Celler Hermann-Billung-Gymnasiums versetzt wurde, begann nach eigenen Angaben schon als 13-Jähriger sein Informatik-Studium, indem er sich als Gasthörer eintragen ließ, und erhielt am Donnerstag sein Abschluss-Zeugnis. Zunächst habe er ganz bescheiden nur zwei Kurse belegen wollen, daraus habe sich aber ein reguläres Studium entwickelt. Auf den "Bachelor mit der Gesamtnote sehr gut" sei er "richtig stolz", so der ansonsten eher zurückhaltend wirkende Jugendliche. Seine Abschlussarbeit habe er über 'Die Axiomatik der temporalen Relationen von Multinet' geschrieben, sagte Pauly.

Trotz Studium noch Zeit für die üblichen Teenager-Hobbies

Pauly hatte sich als Gasthörer eingetragen, nachdem seine Mutter ihm den Tipp gegeben hatte. Für Informatik habe er sich entscheiden, weil er gerne programmiere und weil die Universität im bundesweit uneinheitlich unterrichteten Fach Informatik keine an der Schule erworbenen Fachkenntnisse voraussetzen könne.

Paulys Mutter hatte nach Herausforderungen für den hoch begabten Jungen gesucht, teilte eine Hochschulsprecherin mit. "Leicht ist Arno Pauly das Universitätsstudium nicht gefallen, aber er nahm es ernst und erarbeitete sich die fehlenden schulischen Grundlagen selbst." Dennoch habe er weiterhin auch Zeit für Freunde, Kino, Theater und Tanzschule gehabt. Trotz seines sehr guten Hochschulabschlusses will der Jugendliche weiter bis zum Abitur zur Schule gehen, und plant auch noch nicht ausschließlich auf eine berufliche Karriere in der Informatik.

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