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Massenprotest nach Diskriminierungsvorfall: Stillende Mütter initiieren Flashmob vor Edel-Café

Ist öffentliches Stillen okay? Eine Mutter wurde im Londoner Hotel Claridge's aufgefordert, ihr Baby unter einer Serviette zu stillen. Sie twitterte über den Vorfall und löste einen Massenprotest aus.

Das Café im Londoner Hotel Claridge's zählt zur Luxusklasse. Hier trifft sich die Elite gemütlich zum Tee. Auch Lou Burns besuchte mit ihrem Baby sowie ihrer Schwester und ihrer Mutter das 5-Sterne-Etablissement.

Nach einiger Zeit legte Burns ihr wenige Wochen altes Baby zum Stillen an die Brust. Daraufhin forderte sie ein Hotelangestellter auf, eine Stoffserviette über das Baby zu legen und somit das Stillen zu verdecken. Das geht gar nicht, fand Burns. In ihrer Empörung twittert sie Beweisfotos und löst einen regelrechten Shitstorm gegen das Luxushotel Claridge's aus.

Ein Foto mit großer Wirkung

Auf dem ersten Foto stillt Burns ihr Baby unter einer Stoffserviette, wie das Personal des Cafés sie aufgefordert hatte. Sie schrieb dazu: "Ich wurde darum gebeten, das Stillen mit einer Serviette zu verdecken - um kein Aufsehen zu erregen."

Dann twitterte Burns ein Foto, auf dem sie ihr Baby unauffällig ohne Serviette stillt und schreibt dazu: "So viel offensichtlicher als ohne!"

Die Entschuldigung kommt zu spät

Dem "Telegraph" sagte sie später, dass sie am liebsten in Tränen ausgebrochen wäre, weil sie so schockiert gewesen wäre. Außerdem erzählte sie, dass sie bei Isidora, ihrem dritten Kind, zum ersten Mal in der Lage sei zu stillen, und der Druck auf Frauen bei diesem Thema ohnehin erheblich sei.

In Großbritannien hat der Tweet große Wellen geschlagen. Zahlreiche Menschen beteiligten sich an dem Shitstorm gegen das Hotel - dieses ruderte zurück und entschuldigte sich einen Tag nach dem Vorfall.

Doch die Entschuldigung änderte nichts an der landesweiten Entsetzung. So demonstrierten am Samstag rund 100 junge Mütter vor dem Edel-Etablissement indem sie ihre Babys direkt vor dem Café, indem sie öffentlich stillten. Die Botschaft dieser ungewöhnlichen Aktion war klar, einige Frauen hielten Schilder mit den Worten "Dafür sind Brüste da, Idiot" in den Händen.

Eine dieser Frauen ist Katie Pirson. Sie sagte zu BBC News: "Ich glaube, dass mein Baby das Recht hat, gefüttert zu werden, wenn es hungrig ist. Ich denke 2014 sollten wir uns keine Gedanken darüber machen, wie Babys gefüttert werden." Organisiert wurde der Protest von der Frauengruppe "Free to Feed".

Emily Slough, die Gründerin von "Free to Feed" sagte zu BBC: "Jedes Mal, wenn so etwas passiert, gibt es eine Masse von Menschen, die dem nicht zustimmen. Es ist sehr wichtig, diese Botschaft zu verbreiten und stillenden Müttern zu sagen, dass es auch gesetzlich erlaubt ist, ein Baby überall zu stillen. Und das sollten sie auch, ohne Empörung oder Aufsehen zu erregen."

Stellvertretender UK-Premier äußert sich

Sogar der stellvertretende Premier Nick Clegg äußerte sich zu dem Vorfall und erklärte die Haltung der britischen Regierung in einer Radiotalksendung: Es brauche ein Umfeld, in dem Mütter sich gut damit fühlten, zu stillen, und das sei jedem zuzumuten, auch Männern von 18 bis über 80, zitierte der "Guardian" Nick Clegg.

2010 wurde in Großbritannien ein Gleichheitsgesetz verabschiedet, das verbietet, stillende Mütter zu diskriminieren.

lib
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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.