Konsumklima Jammern auf hohem Niveau


Die Erhöhung der Mehrwertsteuer macht den Verbrauchern doch mehr zu schaffen als bislang angenommen: Der Konsumklimaindex ist im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Aber Besserung ist in Sicht.

Die Mehrwertsteuererhöhung verunsichert die Verbraucher und damit auch die Kauflaune. Laut des Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK ist der Konsumklima-Index im März von 4,9 Punkten auf 4,4 Punkte gesunken.

Die Schwächephase des Konsumklimas, die für den Beginn dieses Jahres erwartet worden sei, sei derzeit einzig auf die rückläufige Entwicklung der Anschaffungsneigung zurückzuführen, teilte die GfK mit. Immerhin habe sich die Abschwächung deutlich verlangsamt und man rechnet damit, dass das gegenwärtige Tief bereits im zweiten Quartal überwunden werden kann.

Das Konsumklima wird sich wohl rasch wieder stabilisieren

Da der große Preisschock aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung bislang ausgeblieben sei, könnte auch die Verunsicherung der Konsumenten über die weitere Entwicklung der Lebenshaltungskosten zunehmend nachlassen. Dies hätte zur Folge, dass die Anschaffungsneigung bald wieder Anschluss an die allgemein günstige Konjunktur- und Einkommenserwartung finden würde. Somit wäre auch eine rasche Stabilisierung des Konsumklimas gegeben.

Deutlich verbessert habe sich indes die Erwartung der Verbraucher an die Konjunktur, was im Wesentlichen auf die guten Nachrichten vom Arbeitsmarkt zurückzuführen sein dürfte. Nach einem Plus von mehr als elf Punkten im Januar habe der Indikator noch einmal um acht Punkte zugelegt.

Mit aktuell 2,9 Punkten sei die Nulllinie überschritten worden. Dieser Optimismus schlage sich auch in den Einkommensaussichten nieder: Hier äußerten sich die Verbraucher auch im Februar zuversichtlich und hofften auf Grund der kräftigen Konjunktur und der verbesserten Beschäftigungslage auf höhere Löhne und Gehälter.

DDP/DPA DPA

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