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Mietwagen: Online-Buchung ist billiger

Die günstigsten Mietwagen finden Urlaubsreisende meist nicht im Reisekatalog, sondern im Internet. Nach einem Test des Europäischen Verbraucherzentrums liegen die Katalogpreise oft ein Drittel über den günstigsten Angeboten aus dem Netz.

Nach einem gerade in Düsseldorf veröffentlichten Test des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) liegen die meisten Mietwagenangebote der Pauschalreiseveranstalter in der Regel ein gutes Drittel über den günstigsten Angeboten aus dem Netz. Für die Wochenmiete eines Kleinwagens macht das gut 70 Euro aus. Die Düsseldorfer Verbraucherschützer erhoben bei 18 Anbietern in der ersten Oktoberwoche 2005 die günstigsten Wochenpreise für einen Kleinwagen in 13 südlichen Urlaubshochburgen wie Mallorca, Gran Canaria und Zypern.

Preisvergleich lohnen sich

Das Ergebnis: Der Preisvergleich lohnt sich. Oft verlangen die teuersten Anbieter mehr als doppelt so viel als ihre günstigsten Konkurrenten. Auf Sardinien etwa bezahlte ein Pauschaltourist, der das Auto im Katalog buchte, bis zu 242 Euro mehr als ein Reisender, der seinen Wagen per Internet mietete. Im Schnitt lagen die Katalog-Mietwagen laut Testergebnis ein gutes Drittel über den günstigsten Angeboten aus dem Internet. Am teuersten ist es für Reisende der Untersuchung zufolge, wenn sie ihren Mietwagen direkt bei einem der großen Autoverleiher buchen. Doch es kommt auf den Einzelfall an.

Die insgesamt besten Angebote fanden die Verbraucherschützer über Suchmaschinen wie billiger-mietwagen.de oder mietwagenmarkt.de. Ihr Vorteil liegt laut EVZ darin, dass hier auch regionale Vermieter und Broker mit speziellen Angeboten in die Suche mit einbezogen werden. Die Pauschalreiseanbieter hingegen müssten Zusatzkosten wie die Vermittlungsprovisionen der Reisebüros mit einkalkulieren. Allerdings bieten die Reiseveranstalter rechtlich für Urlauber einen großen Vorteil, wie das Verbraucherzentrum betonte: Wer Flug und Auto aus einer Hand bucht, wird vom Pauschalreise-Recht geschützt. Das sichert Reisende gegen die Insolvenz des Veranstalters ab und legt fest, dass Streitigkeiten vor deutschen Gerichten und nicht im Ausland geregelt werden.

AP / AP
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