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Neuer Magisterstudiengang Wissenschafts- und Technikgeschichte

Neuer Magisterstudiengang Wissenschafts- und Technikgeschichte

Das historische Seminar der Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU) bekommt Zuwachs: Ab dem kommenden Wintersemester können Studenten einen Magisterabschluss im Hauptfach »Wissenschafts- und Technikgeschichte« erwerben.

»Für den neuen Studiengang haben wir Fächer zusammengeführt, die bisher nur getrennt studiert werden konnten«, erklärt Prof. Dr. Martin Kintzinger vom Seminar für Wissenschafts- und Universitätsgeschichte. Die Magister können nun auch Medizingeschichte und Technikgeschichte, die bisher nur an der Technischen Universität (TU) gelehrt wurde, studieren.

Allerdings sind sie in der Wahl ihrer Nebenfächer nicht ganz so frei wie andere Studenten: »Neben dem Hauptfach Geschichte der Naturwissenschaften und Technik muss entweder Medizin- oder Wissenschaftsgeschichte als erstes Nebenfach gewählt werden. Das zweite Nebenfach muss ebenfalls eine historische Disziplin sein«, so Kintzinger.

Um das Studium auf die Beine zu stellen, kooperieren die TU, die LMU und das deutsche Museum. Fünf Professoren gestalten das Lehrangebot des neuen Studiengangs gemeinsam: Ulrich Wengenroth (Technikgeschichte an der TU), Juliane Wilmans (Medizingeschichte an der TU), Helmuth Trischler (Forschungsdirektor des Deutschen Museums), Martin Kintzinger (Wissenschaftsgeschichte an der LMU) und Menso Folkerts (Geschichte der Naturwissenschaften an der LMU).

Für die Studenten dürfte die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum besonders von Vorteil sein. Dort können sie ihre Kenntnisse praktisch umsetzen und sich vielleicht ein späteres Arbeitsfeld erschließen. »Wir haben bei der Einführung des Studiums durchaus an den Arbeitsmarkt gedacht«, meint Kintzinger. Ab dem Wintersemester 2001/02 können sich Interessenten für das nicht zulassungsbeschränkte Fach einschreiben.

Nina Schönmeier


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