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Gartentipps Rosen pflegen im Herbst und Winter: So schützen Sie die Triebe vor Frost und Wind

Rosen pflegen und schützen: Rosenstock mit Erde angehäufelt
Nicht alle Rosen müssen vor dem Winter radikal gekürzt werden. Das Anhäufeln schützt die empfindliche Veredelungsstelle vor Frost und Wind.  
© Lex20 / Getty Images
So zart wie ihre Blätter, so robust sind die Äste und Triebe gut gepflegter Rosensträucher. Schützen sollte man sie dennoch. Denn Frost und eisiger Wind stören Strauch-, Edel- und Beetrosen bei der Winterruhe. Und so bringen Sie die beliebte Zierpflanze gesund und kräftig durch die kalte Jahreszeit.

Während sich Igel, Eichhörnchen und Co. so langsam in Laubhaufen kuscheln, im Kobel verschwinden oder sich in einem Igelhäuschen verkriechen, stehen Pflanzen aktuell allein im Regen – und sind demnächst auch wieder Frost und dem oft eisigen Ostwind ausgesetzt. Einige von ihnen sind robust und wissen sich gut zu wehren. Andere sollte man gut auf die kalte Jahreszeit vorbereiten, damit sie ihre Schönheit im Frühling und Sommer wieder komplett entfalten. Dazu gehören auch Rosen.

Wie und warum man Rosen vor Temperaturen unter dem Gefrierpunkt schützen sollte, und was noch wichtig ist, um sie gesund und kräftig durch Herbst und Winter zu bringen, erklären wir im folgenden Artikel.

Rosen pflegen: Anhäufeln ist das Zauberwort 

Während die Triebe selbst recht robust und frosthart sind, ist die sogenannte Veredelungsstelle vieler Rosen eine kleine "Frostbeule". Vor allem, wenn Sie beim Einpflanzen nicht mit ausreichend Erde bedeckt wurde. Ist die Erdauflage dick genug kann der Frost der empfindlichen Stelle nicht viel anhaben. Ansonsten ist es in unseren Breitengraden wichtig und zwingend notwendig, Strauch-, Edel- und Beetrosen im Laufe des Novembers möglichst warm einzupacken. Häufeln Sie die Zweigbasis der Rose mit Erde – oder besser – mit einem Mix aus Kompost und Mutterboden oder fertiger Rosenerde an. Viel hilft in diesem Fall tatsächlich viel. Die oberer Triebbasis kann locker bis zu 20 Zentimeter hoch bedeckt sein. Halten Sie zudem einige Zweige Tannenreisig bereit.

Wichtig: Häufeln Sie die Rosen auf keinen Fall mit reinem Torf an. Er hat einen sehr niedrigen pH-Wert und ist damit zu sauer. Zudem trocknet er schnell aus, wenn der Niederschlag einige Tage ausbleibt.

Die Zweige von Nadelhölzern sehen auf dem tristen braunen Erdhaufen nicht nur ansprechend aus. Sie schützen die sensiblen Triebe auch vor eisigem Wind und der Wintersonne. Eine gefährliche Mixtur, die den Trieben bisweilen derart zusetzt, dass sie reißen. Bei Strauchrosen kann der Reisig auch zwischen die Rosenzweige gehängt werden. Auch das schützt vor dem permanenten Wechsel zwischen Frost und Auftauen. Sehr ärgerlich, aber irgendwie auch kurios: Rosen, die nicht genug vor kaltem Wind und der Wintersonne geschützt werden, erfrieren nicht etwa – sie vertrocknen. Wind und Sonne trocknen die Rinde aus, die Wurzeln schaffen es bei Frost aber nicht, das dringend benötigte Wasser in die Triebe zu leiten. Äste und Zweige vertrocknen und treiben nicht mehr aus. Und auch wenn es verrückt klingt: Schnee ist der beste natürliche Schutz für Rosen.

Tipp: Bedecken Sie die Triebe der Rosen möglichst nicht mit Fichtenreisig. Die Zweige der Fichte verlieren recht schnell ihre Nadeln – und der Schutz ist dahin.

Rosen schneiden: Im Herbst und Winter ist weniger mehr 

Neben dem Anhäufeln an der Veredelungsstelle gehört auch das Rosen schneiden zum Einmaleins des Winterschutzes der edlen Pflanze. Bei dicht wachsenden Rosen genügt es, die kreuz und quer wachsenden Triebe einige Zentimeter einzukürzen, damit das Anhäufeln leichter von der Hand geht. Während man früher davon ausging, dass Frostschäden an den Trieben das Wachstum der Rose bremsen und deshalb schon im Herbst unverholzte Enden radikal gekürzt wurden, ist man heute mit der Rosenschere vorsichtiger. Warum? Ungeschnittene Triebe bieten Schatten und schützen die empfindliche Veredelungsstelle der Rose sogar noch etwas vor der gefährlichen Wintersonne.

Rosen pflegen: Was nach dem Frost wichtig ist

Sind die härtesten Frostwochen vorbei, können zunächst die Reisigzweige entfernt werden. Bevor die Veredelungsstelle oder die Zwergbasis wieder ausgepackt werden, sollte der neue Austrieb an den Pflanzen etwa zehn Zentimeter lang sein. Ist das der Fall kann die Rose abgehäufelt und die Erde im Beet verteilt werden.

Hinweis: In der Regel keinen Winterschutz benötigen Kleinstrauchrosen, auch als Bodendeckerrosen bekannt. Die sind zumeist nicht veredelt, haben demzufolge auch keine Veredelungsstelle. Zudem sind sie robust und haben starke Abwehrkräfte gegen Frost und kalten Wind entwickelt.

Quellen:  "Mein schöner Garten"; "haus.de"; "Rosenparadies Loccum"


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