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STERN-AKTION: Finden Sie alte Freunde wieder

Was ist eigentlich aus dem süßen Typen aus der 10 b geworden? Oder der netten Kollegin aus dem ersten Job? Der stern hilft Ihnen, nach alten Bekannten zu fahnden: mit einer Suchmaschine im Internet.

Die Amerikaner tun es, die Briten machen es und nun auch die Deutschen: ehemalige Freunde übers Internet suchen, finden und sich dann nach Jahren, teilweise sogar Jahrzehnten, in die Arme fallen. In den Vereinigten Staaten nutzen über 29 Millionen den Service von classmates.com. Eine TV-Show wird gerade vorbereitet. In Großbritannien sind über sechs Millionen bei friendsreunited.co.uk registriert. Zehntausende haben sich bereits wiedergefunden, aus wiederentfachten Schülerlieben wurden Ehepaare, und das erste »Ehemaligen-Baby« ist in Großbritannien auch schon unterwegs.

Kostenloser Service

In Deutschland hilft von nun an der stern bei der Suche nach der ersten Liebe, längst umgezogenen Schulkameraden oder ehemaligen Arbeitskollegen. Aber unter www.stern-klassentreffen.de können Sie auch nach Ex-Kommilitonen von der Hochschule, Kollegen von früher, Kameraden aus der Bundeswehr oder einstigen Bekannten aus dem Sportverein fahnden. Überdies können die User Tipps bei der Jobsuche austauschen oder Infos für den Umzug in eine neue Stadt einholen.

Für all das bietet der stern eine gigantische Plattform. Ein riesiges Netzwerk durchzieht ganz Deutschland - je mehr Leser einsteigen und sich registrieren, desto größer und dichter wird es. Mit Hilfe des Suchdienstes vom stern geht das ganz einfach. Und der Service ist, anders als in den USA und Großbritannien, kostenlos. Die Nutzer werden per E-Mail und mit einem wöchentlichem Newsletter regelmäßig über die Suchaktion auf dem Laufenden gehalten.

Axel Westerwelle, Vorstand der Westerwelle Personal- und Karriereberatung in Hamburg, kam die Idee zu stern-klassentreffen.de, weil er selbst Freunde aus seiner Bundeswehrzeit suchte. Susanne Hoppe wiederum, eines der Mädchen vom stern-Titel, wüsste gern, was aus Oliver wurde. Mit ihm ging sie zusammen zur Grundschule in Köthen, Sachsen-Anhalt. Nach der Wende zogen seine Eltern weg. Von Oliver hat Susanne nie wieder was gehört. »Der ging irgendwie verschütt, keine Ahnung wo er inzwischen lebt.« Zu Schulzeiten war die heute 22-Jährige groß und dünn, nicht gerade der Klassenschwarm.

»Wie ein aufgeschlagenes Buch«

Inzwischen ist ihre Statur, deretwegen sie früher gehänselt wurde, ihr Kapital: Sie arbeitet als Model, reist viel und studiert Germanistik und Journalistik. Gemeinsam mit einer Freundin hat sie schon mal überlegt, ein Klassentreffen der Grundschule zu organisieren. Aber zu kompliziert - wie sollten sie an die Adressen kommen, wenn, wie in Olivers Fall, die Familie weggezogen ist? Nun jedoch könnte es gelingen, die Gefährten aus Kindertagen wiederzutreffen, zu sehen, welchen Weg sie inzwischen eingeschlagen haben. Was aus ihnen geworden ist. Susanne: »Das ist wie ein Buch, das man aufschlägt und dann weiterliest.«

Catrin Boldebuck

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