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Verlierer der Corona-Zeit Papageien stören Videokonferenzen im Homeoffice – deshalb landen viele im Tierheim

Papagei
Im Homeoffice kann der Hauspapagei schnell zum Nervfaktor werden
© Peter Hofstetter / Getty Images
Papageien plappern gern laut rum, manche fluchen sogar – arbeitet ihr Mensch im Homeoffice, kann das schnell zum Problem werden. Deshalb suchen viele der Tiere ein neues Zuhause. Doch auch das ist nicht so einfach.

Papageien gehören zu den intelligentesten Tieren, nicht lediglich, weil viele von ihnen sprechen können. Eine wissenschaftliche Studie behauptete 2012, dass Graupapageien so schlau seien wie dreijährige Kinder. Und wie anstrengend das Arbeiten im Homeoffice mit dreijährigen Kindern ist, das haben in den vergangenen Monaten viele Eltern erlebt. Besitzer von Papageien plagt das gleiche Problem.

Tierschützer beklagen, dass während der Corona-Zeit viele Papageienbesitzer ihre Tiere in Heimen abgegeben hätten. Die englische Zeitung "Daily Mail" berichtet, dass ein Tierheim im vergangenen halben Jahr 70 Prozent mehr Papageien aufnehmen musste als im gleichen Zeitraum im Jahr zuvor. Der Grund war offenbar in vielen Fällen, dass die Halter von zu Hause aus arbeiten und sich dabei von den Papageien gestört fühlen. Besonders schwierig wird es, wenn die Papageien bei den Videokonferenzen mit den Kollegen oder sogar Chefs zu plappern anfangen oder wichtige Anrufe unterbrechen.

Papageien haben hohe Ansprüche

Manche frustrierten Besitzer bringen ihre Schützlinge ins Tierheim, andere lassen sie gleich frei. Während die Nachfragen nach Katzen und Hunden steigt, weil sich Menschen in der Zeit des Lockdowns und weniger sozialer Kontakte davon Gesellschaft versprechen, gehören die Papageien zu den Verlierern der Corona-Krise in der Tierwelt. Viele Besitzer hatten zuvor offenbar keine Ahnung, wie kommunikativ ihre Tiere sind, wenn sie selbst den größten Teil des Tages nicht zu Hause sind.

Papageien verhalten sich tatsächlich in vielerlei Hinsicht wie kleine Kinder: Sie machen Lärm, wenn sie Hunger haben oder ihnen langweilig ist. Sie zum Schweigen zu bringen, ist schwierig. Zudem haben die Tiere gewisse Ansprüche bei der Auswahl ihrer Besitzer. Manche Papageien akzeptieren nur Frauen, andere nur Männer – passt ihnen das Geschlecht des Menschen nicht, werden sie schnell aggressiv.

Quellen:"Daily Mail" / "The Times"

epp

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