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Großbritannien Husky-Hündin Hel findet ein Neugeborenes im Park, der kleine Junge ist erst wenige Stunden alt

Terry Walsh und seine Husky-Hündin Hel
Terry Walsh und seine Husky-Hündin Hel
© Screenshot Dignity For All / Facebook
Beim Spaziergang am frühen Abend legte sich Husky Hel neben eine Decke im Gebüsch. Vorsichtig stupste sie sie mit der Nase an, da begann ein Baby zu weinen.

Unter einem Busch entdeckte eine Husky-Hündin eine Baby, während sie mit ihrem Herrchen Terry Walsh am 22. April am frühen Abend einen Spaziergang durch den Park The Mounds in Kings Norton in Birmingham machte. "Als wir am oberen Ende der Mounds entlangliefen und in Richtung Straße guckten, lag dort eine Menge zerbrochenes Glas", berichtet der 64-Jährige. "Zu meiner Linken lag eine aufgerollte Decke im Gebüsch. Ich drehte mich um, um Hel festzuhalten, damit sie nicht in die Scherben tritt, da drehte sie ab, ging zu der Decke und legte sich daneben. Sie fing an, sie mit der Nase vorsichtig anzustupsen." Plötzlich hörte Walsh ein Baby weinen. "Ich glaube, es war die Wärme des Hundekörpers und das Anstupsen, was das Baby aufweckte", erklärt er.

Walsh schwärmt auf der Facebook-Seite Dignity For All von seiner aufmerksamen Hundedame: "Ein größerer Hund oder einer mit einem anderen Temperament hätte womöglich einfach an der Decke gerissen und das Baby vielleicht wie ein Spielzeug behandelt. Außerdem gibt es in der Ecke ja auch Füchse und Ratten und so weiter." Walsh, ein bisschen fassungslos, eilte zu seinem Hund und zog die Decke ein wenig zur Seite – er blickte in das Gesicht eines Neugeborenen.

Walsh spricht eine Passantin an

Walsh schaute sich um, konnte aber in unmittelbarer Nähe niemanden entdecken. In etwa zehn Meter Entfernung sah er eine Frau mit zwei Kindern und rannte zu ihr hinunter. "Ich wollte sie nicht erschrecken und sagte: 'Entschuldigen Sie, ich glaube ich habe da oben ein ausgesetztes Baby gefunden'", berichtet er weiter. Die Mutter zückte sofort ihr Telefon und rief die West-Midlands-Polizei, bevor die beiden den Hügel hinaufliefen. Als sie ankamen, nahm die Mutter das Baby sofort auf den Arm und Walsh hielt Hel fest. Die beiden warteten, bis die Polizei kam.

Als der Polizeiwagen an der Straße hielt, lief Walsh hinunter, um sie zur Fundstelle zu führen. Das Baby hatte sich inzwischen beruhigt. "Wäre Hel nicht gewesen, hätte ich es nicht bemerkt. Ich hätte gedacht, da liegt eine zusammengerollte Decke", resümiert Walsh. "Ich danke Gott, dass es lebte, es hätte auch schlimmer kommen können." Die Polizei rief einen Rettungswagen, das Baby wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort hieß es, das Baby sei am gleichen Tag zur Welt gekommen, doch dem kleinen Jungen ginge es wirklich gut.

Hund läuft neben Teilnehmern auf Rennstrecke eines Staffellaufs in Utah mit.
Kleidung und Decke
Die Polizei gab ein Foto mit der Kleidung des Babys und der Decke heraus, um weitere Anhaltspunkte zu erhalten
© West Midlands Police

Polizei veröffentlicht die Kleidung

Die Polizei konnte die Ethnie des Babys nicht eindeutig bestimmen, sagte aber, sie wolle eine weiße Frau in den Zwanzigern suchen. Walsh sprach mit zwei Teenagern, die sagten, sie hätten etwa vor einer Stunde eine Frau mit einem Baby in einer Decke gesehen. Einen Tag später gab die Polizei ihre ersten Erkenntnisse bekannt: Die Mutter habe sich während der Schwangerschaft ausreichend versorgt, davon zeuge der gesunde Zustand des kleinen Jungen. Sie startete Aufrufe, die Mutter möge sich melden. "Ihr Baby ist gesund und in guten Händen, aber die wichtigste Person in seinem Leben ist seine Mutter und es ist unsere höchste Priorität, sie zu finden."

Auf der Website der West Midlands Police bittet die Polizei weiterhin um Hinweise, die zum Auffinden der Mutter beitragen könnten. Walsh erzählte seinen Nachbarn: "Heaven sent Hel to rescue newborn baby boy!" Das Wortspiel "Heaven sent Hel(l)" war womöglich nicht beabsichtigt. Das stolze Herrchen meinte wohl vielmehr: "Der Himmel hat Hel geschickt, um einen neugeborenen Jungen zu retten."

Quelle:Facebook-Seite Dignity For All

bal

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