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Umfrage: Schlechte Karrierechancen mit Bachelor-Abschluss

Der angelsächsische Studienabschluss Bachelor allein bietet in Deutschland noch keine guten Karrierechancen. Wer Karriere machen möchte, wird um das Masterstudium nicht herumkommen.

Der angelsächsische Studienabschluss Bachelor allein bietet in Deutschland allerdings noch keine guten Karrierechancen. Wer Karriere machen möchte, wird künftig um das Masterstudium nicht herumkommen. Diese Einschätzung ergab sich aus einer aktuelle Umfrage des Karrierenetzwerks e-fellows.net unter 721 der besten Studierenden.

Karriere mit dem Bachelor?

Bachelorstudiengänge sollen nach drei bis vier Jahren einen berufsqualifizierenden Studienabschluss bieten. Doch was ist der so genannte Undergraduate-Abschluss wirklich wert? Eine Umfrage des Karrierenetzwerks e-fellows.net unter 721 deutschen Studierenden ergab: Wer Karriere machen möchte, wird auch künftig ein fünfjähriges Studium absolvieren und an den Bachelor noch ein Masterstudium anschließen - so die Meinung von drei Viertel der Befragten. Nur 13 Prozent der Befragten rechnen den Bachelor-Absolventen sehr gute Karrierechancen zu. Gerade mal zwei Prozent wollen direkt nach dem Bachelor ins Berufsleben einsteigen, ohne einen weiteren Abschluss anzustreben. Und zwei Drittel der Befragten (68,5 Prozent) befürworten die Einführung der angelsächsischen Abschlüsse grundsätzlich. Doch knapp die Hälfte davon möchte Magister, Diplom und Staatsexamen parallel zu Bachelor und Master beibehalten.

"Die Umfrage zeigt: Wer wirklich zu den Besten gehört wird künftig nach dem Bachelor ein Masterstudium aufnehmen - in Deutschland oder im Ausland", sagt Dr. Michael Hies, Geschäftsführer von e-fellows.net.

Nur 6,4 Prozent der Erstsemester entscheiden sich für die neuen Abschlüsse

Derzeit besteht ein Fünftel des Studienangebots in Deutschland aus Bachelor- und Masterstudiengängen. Bis 2010 sollen Diplom, Magister und Staatsexamen durch die neuen Abschlüsse ersetzt sein. Hintergrund ist die Bologna-Erklärung von 1999, auf die sich bis heute 40 europäische Staaten geeinigt haben. Sie sieht bis 2010 gestufte Studiengänge und eine Vereinheitlichung der europäischen Studienabschlüsse vor.

Deutschlandweit werden Bachelor- und Masterstudiengänge bisher nur langsam angenommen. Nur 6,4 Prozent der Erstsemester entscheidet sich für die neuen Abschlüsse.

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