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Unfallgefahr: Philips ruft Millionen Senseo-Automaten zurück

Millionen Besitzer von Senseo-Kaffeeautomaten sollen ihre Geräte zur Reparatur schicken: Elektronikkonzern Philips startet eine Rückrufaktion bei seinem Bestseller. Es hat bereits mehrere Unfälle mit geplatzten Maschinen gegeben.

Der Elektronikkonzern Philips ruft wegen Unfallgefahr mehrere Millionen Senseo-Kaffeemaschinen zurück. Betroffen sind Geräte, die zwischen Juli 2006 und November 2008 produziert wurden, wie Firmensprecher in Hamburg und Amsterdam am Dienstag mitteilten. Es bestehe die Gefahr, dass der Heißwasserbehälter der Geräte platze.

Wenn die Maschine nicht regelmäßig entkalkt werde, könne sich ein dicke Kruste bilden, die dann ein Ventil blockieren könnte, sagte Firmensprecher Klaus Petri am Dienstag. Dann könne der Tank platzen, heißer Dampf austreten und die ganze Maschine kaputtgehen. Laut Philips hat es bereits 17 Unfälle gegeben, bei denen es allerdings nur zu Kratzern und kleinen Verbrühungen gekommen war.

Wer schnell reagieren will, sollte die Maschine entkalken. Philips bietet den Kunden aber auch kostenlose Reparaturen an: Dazu will das Unternehmen den Eigentümern einen leeren Karton schicken, in dem die Benutzer die betroffenen Maschinen an die Firma zurückschicken. Nach der Reparatur wird die Kaffeemaschine kostenlos zurückgeliefert. Über Einzelheiten der Rückrufaktion will Philips ab Mittwoch in Zeitungsanzeigen und im Internet informieren.

30 Millionen Euro für Rückrufaktion

In Deutschland ist die mit Pads betriebene Senseo die erfolgreichste Kaffeemaschine in ihrem Segment. Die betroffenen Geräte wurden außer in Deutschland auch in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und den USA verkauft. Der Konzern hat 30 Millionen Euro für die Rückrufaktion zurückgestellt.

AP / AP

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