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Einwegkamera statt Handy: Wie Flüchtlinge ihre Odyssee nach Europa dokumentieren

Der deutsche Fotograf Kevin McElvaney gab Flüchtlingen Einwegkameras mit, bevor sie ihre gefährliche Reise antraten. Die Aufnahmen liefern einen neuen Blickwinkel auf die Flüchtlingskrise - und sollen nun in Hamburg ausgestellt werden.

Hamza erhielt seine Kamera am 8. Dezember 2015 in Izmir. Er arbeitete früher als Chemiker und teilte sich die Kamera mit seinem Freund Abdulmonem. Beide stammen aus der heftig umkämpften syrischen Stadt Aleppo. Auf ihren Fotos dokumentierten sie ihre Landung auf einer unbekannten griechischen Insel. Heute lebt Hamza in München und Abdulmonem in der Nähe von Rostock.

Hamza erhielt seine Kamera am 8. Dezember 2015 in Izmir. Er arbeitete früher als Chemiker und teilte sich die Kamera mit seinem Freund Abdulmonem. Beide stammen aus der heftig umkämpften syrischen Stadt Aleppo. Auf ihren Fotos dokumentierten sie ihre Landung auf einer unbekannten griechischen Insel. Heute lebt Hamza in München und Abdulmonem in der Nähe von Rostock.

Seit dem Beginn der Flüchtlingskrise ist man fast täglich mit Bildern konfrontiert, die den Leidensweg von tausenden Menschen dokumentieren - auf ihrer verzweifelten Flucht vor Krieg und Elend in ihrer Heimat. Doch die Aufnahmen, die man sieht, zeigen oft nur eine Perspektive - die der Journalisten, die die Flüchtlinge fotografieren. In der Türkei, in Griechenland oder entlang der Balkanroute.

Dies wollte der deutsche Fotograf Kevin McElvaney ändern. Er beschloss, nach Izmir in der Türkei zu reisen, um Flüchtlingen, die noch am Anfang ihrer Reise standen, Einwegkameras mit auf den Weg zu geben. Sie sollten damit ihre Reise selbst dokumentieren. "Oft nutzen sie ihre Telefone um zu kommunizieren oder zu navigieren - und nur selten, um Geschichten zu erzählen. Ich dachte, dies würde sich ändern, wenn sie Einwegkameras hätten", so McElvaney zu seinem Projekt. 

15 Einwegkameras für Flüchtlinge

In Izmir angekommen, fand der Fotograf schnell Menschen, die sich bereiterklärten, sich auf ihrer Flucht nach Europa zu fotografieren. 15 Einwegkameras wurden an Flüchtlinge verteilt, jede konnte 27 Fotos schießen. Auf einem Umschlag gab McElvaney noch seine Adresse an, damit die Kameras an ihn zurückgeschickt werden konnten.

Aus dem türkischen Izmir ging die Reise dann für viele über Lesbos und Athen nach Idomeni - in Schlepper-Schlauchbooten über das Mittelmeer. Doch nur sieben der 15 Kameras fanden ihren Weg zurück nach Deutschland. Eine ging verloren, zwei wurden von Grenzschützern konfisziert und zwei schafften es nicht aus Izmir raus, weil die Besitzer von den türkischen Behörden festgehalten wurden. Von drei Kameras fehlt bis heute jede Spur - so wie auch von ihren Besitzern.

Ausstellung in Hamburg

Die Aufnahmen der gefährlichen Reise, die die Flüchtlinge auf sich genommen haben, um in Europa ein besseres Leben zu finden, sollen nun in Hamburg ausgestellt werden. "Es scheint als ob den Menschen diese Perspektive wirklich gefehlt hat. Sie werden sehr emotional. Irgendwie bewegt es einen besonders, wenn man weiß, dass das Foto von einem Flüchtling stammt, und nicht von einem Fotografen."

Kevin McElvaney plant zudem, das Projekt auszuweiten: Er will Flüchtlinge ihr Leben in Deutschland dokumentieren lassen. "Und wieder werde ich keinen Einfluss darauf haben, was bei dem Projekt raus kommt." Die Ausstellung wird unter dem Titel "RefugeeCameras" vom 1. bis zum 3 April in Hamburg seine Pforten öffnen. Mehr Informationen zu dem Projekt erhalten sie auf der Webseite des Fotografen. In der stern-Fotostrecke sehen Sie vorab eine Auswahl eindrucksvoller Aufnahmen.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.