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Braten, Frittieren, Räuchern: Was Ihr Wok alles kann

Klar – Sie könnten auch eine Eisbahn damit runterrutschen. Aber Sie haben das Ding ja mal aus einem anderen Grund gekauft. Raus aus dem dunklen Schrank mit Ihrem Wok! Er kann mehr als Sie denken.

Ihr Wok verharrt viel zu oft in einer dunklen Ecke? Schluss damit, er kann mehr als Sie denken.

Ihr Wok verharrt viel zu oft in einer dunklen Ecke? Schluss damit, er kann mehr als Sie denken.

Das Unschlagbare an Ihrem Wok ist – gut, das ist nicht schwer zu erraten – seine Form. Im Gegensatz zur normalen Pfanne, garen Sie bei hoher Temperatur in der Mitte und in den weniger heißen Randbereichen. Gemüse bleibt knackig, und die Vitamine bleiben erhalten. Aber wussten Sie, was Sie mit Ihrem Wok noch alles machen können?

1. Schwenken und Sautieren (chinesisch: Chao)

Der klassische Weg, um Wokgemüse zuzubereiten, und zwar knackiges! Vorab die geschmacksintensiven (Zwiebeln, Knoblauch, Chili) in den heißen Wok geben, um das Öl zu aromatisieren. Bei starker Hitze etwa eine Minute anbraten. Bei Gerichten mit Fleisch zuerst das Fleisch, dann festes Gemüse wie Möhren, zuletzt weiches und feines Gemüse. Jeweils kurz unten in der Hitze anbraten, dann immer wieder hoch an den Rand rühren, damit nichts anbrennt. Alles in kleinen Portionen hineingeben – sonst beginnt das Gargut zu schmoren. Am Ende Salz und Gewürze und, je nach Rezept, etwas Soja- oder Fischsauce hinzugeben.

Wichtig: Alle Zutaten vorher schnippeln und bereitstellen. Wenn Sie noch schälen, sobald die Zwiebeln schon im Wok brutzeln, wird’s eng – denn die Garzeiten im Wok sind wirklich kurz.

Auch wichtig: Hitzebeständiges Fett! Mit kaltgepressten Ölen, etwa Olivenöl, werden Sie keine Freude haben. Sonnenblumen-, Soja- oder Sesamöl zum Beispiel oder Kokosfett halten der enormen Hitze stand. In China wird oft Erdnussöl verwendet.

2. Braten (chinesisch: Jian)

Ihr Wok eignet sich bestens, um darin Fleisch zu braten. Schweinefilet etwa schneiden Sie in dünne Streifen und wenden diese erst in Sojasauce und dann in Mehl. In kleinen Portionen die Streifen im stark erhitzten Wok drei Minuten lang anbraten. Ob der Wok heiß genug ist, sagt Ihnen übrigens die "Wasserprobe": Verzischen die Wassertropfen, die Sie in den Wok fallen lassen, ist er noch nicht heiß genug. Die nötige Hitze hat er erst, wenn sich im Wok kleine, tanzende Wasserkugeln bilden.

3. Schmoren (chinesisch: Shao)

Ärgern Sie sich oft, dass Kartoffeln so unverschämt lange brauchen, bis sie gargekocht sind? Machen Sie sie im Wok! Darin lässt sich festes Gemüse wie Kartoffeln, Karotten oder Sellerie schnell garen. Das Gemüse unter Rühren kurz anbraten, Flüssigkeit dazugeben und bei schwacher Hitze schmoren lassen. Immer schön umrühren, und nach kurzer Zeit ist das Gemüse gar.

4. Frittieren (chinesisch: Zha)

Frittieren geht im Wok viel besser als in einem gewöhnlichen Topf – vor allem, weil man dafür viel weniger Fett braucht. Damit lässt sich zum Beispiel frittierter Fisch oder Gemüse im Teigmantel zubereiten. Lassen Sie das Fett aber ausreichend aufheizen, bevor Sie die zu frittierenden Köstlichkeiten hineingeben. Es sollte etwas Dampf an der Oberfläche aufsteigen, das Öl sollte also kurz vor (!) dem Rauchpunkt stehen.

5. Dämpfen (chinesisch: Zheng)

Dafür brauchen Sie einen Siebeinsatz und einen Deckel. Aber dann sind Sie schon im Stande zur gesündesten und schonendsten Zubereitungsart von Lebensmitteln. Einfach etwas Wasser unten in den Wok geben und zum Beispiel das Gemüse auf einen Siebeinsatz legen. In China wird das Gemüse in einen Bambuskorb gelegt. Deckel zu, bald fertig.

6. Räuchern (chinesisch: Xūn)

Ihr Wok ist auch ein hervorragendes Gerät zum Räuchern. Einfach den Boden mit Alufolie auslegen und eine zwei Zentimeter dicke Schicht Räuchermehl daraufgeben. Auf dem Einlegesieb ebenfalls Alufolie andrücken und vorsichtig kleine Löcher hineinstechen, durch die der Rauch das oben aufgelegte Räuchergut erreicht. So lassen sich Fisch, Hähnchenbrust oder Tofu räuchern. Sie sollten allerdings einen alten Wok nehmen, da der Räuchergeruch sich im Material festsetzt. Aus demselben Grund empfiehlt es sich, eine Elektrokochplatte zu verwenden und draußen zu räuchern. Sonst verbannen Sie Ihren Wok doch nur wieder schneller in den Schrank als Ihnen lieb ist.

jäs
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.