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Kostenlose Mahlzeit für Bedürftige: Dönerverkäufer mit Herz: "Niemand soll hungern müssen"

Eigentlich wollte Imbissbesitzer Hüseyin Yusuf nur die Menschen in seinem Umkreis erreichen. Mit einem Post auf Facebook aber rührte er mit seiner Gutmütigkeit Zehntausende.

Ein Interview von Denise Wachter

Dönerverkäufer mit Herz - Bedürftige dürfen bei Hüseyin Yusuf in "Haci Babas Dönergrill" in Bestwig kostenlos essen

Dönerverkäufer mit Herz - Bedürftige dürfen bei Hüseyin Yusuf in "Haci Babas Dönergrill" in Bestwig kostenlos essen

Der in Deutschland geborene Hüseyin Yusuf ist eigentlich nur ein einfacher Dönerverkäufer in Bestwig, einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. Eigentlich. Aber mit seinem Facebook-Post rührte er die Menschen in ganz Deutschland.

Am Sonntag postete er einen Zettel, der in seinem Restaurant aushängt: Wer Hunger habe, der könne im Restaurant einfach essen und später bezahlen. Wer Obdachlose kenne oder Menschen, die sich kein Essen leisten können, solle diese Menschen in sein Restaurant schicken; er würde ihnen eine Mahlzeit und ein Getränk schenken. Damit wollte der junge Hüseyin Yusuf die Menschen in Bestwig erreichen und sie dazu animieren, bedürftigen Menschen zu helfen. Wie es zu dieser Idee kam und wie die Reaktionen auf seine Aktion sind, hat er dem stern erzählt.

Dieser Zettel wurde auf Facebook bereits mehr als 30.000 Mal geteilt

Dieser Zettel wurde auf Facebook bereits mehr als 30.000 Mal geteilt

Herr Yusuf, wir haben von Ihrer tollen Aktion auf Facebook gelesen. Wie kamen Sie auf die Idee, Essen an Bedürftige zu verschenken?

Eigentlich ist die Geschichte gar nicht so spektakulär. Ich habe vor einigen Jahren einen Dönerimbiss übernommen und habe schon da mit dem Gedanken gespielt, Essen für Bedürftige auszugeben. Aber damals habe ich das nicht gemacht. Vor Kurzem hat ein Freund, der in einer sozialen Einrichtung Ein-Euro-Jobber betreut, eine rührende Geschichte erzählt: Ein Arbeiter habe kein Geld, um sich eine Wohnung oder gar Essen zu leisten. Ich habe ihm daraufhin gesagt, wenn er essen möchte oder auch die anderen Arbeiter, sollen sie doch bitte zu mir kommen - ich würde sie gerne einladen. Und dann habe ich einen Post von einem anderen Dönerladen im Internet gesehen, der hat mich letztendlich dazu animiert, das Gleiche zu tun.

Das ist eine sehr feine Sache, Herr Yusuf. Was sagen Sie denn zu den Reaktionen im sozialen Web?

Ich bin total begeistert, ich wollte die Menschen in meinem Umkreis erreichen. Wenn jetzt natürlich Obdachlose aus anderen Städten in mein Restaurant kommen, dann werde ich ein Problem haben (lacht). Aber, wenn es soweit kommen sollte, habe ich auch schon eine Idee: Ich lasse den Zettel natürlich hängen, solange es nicht ausgenutzt wird, sonst kann man das irgendwann nicht mehr tragen. Aber ich glaube, dass es eher mehr gute Menschen gibt als schlechte. Und falls wirklich zu viele Bedürftige kommen sollten, dann werde ich die Mahlzeiten beispielsweise auf zehn Gerichte pro Tag eingrenzen. Ich hoffe, das funktioniert.

Kamen denn schon Bedürftige in ihr Restaurant, um eine Mahlzeit kostenlos einzunehmen?

Bis jetzt leider noch nicht. Aber jeder der mich kennt, weiß, dass ich spendabel bin: Kindern, Bedürftigen, Freunden schenke ich gerne etwas - und auch, wenn ich merke, dass es jemandem nicht gut geht. Und Anschreiben, also jemand, der isst und später zahlen möchte, das mache ich schon immer. Ich versuche oft zu helfen, solange das niemand ausnutzt.

Was hat die Anteilnahme und das positive Feedback im Netz bei Ihnen ausgelöst?

Das spornt einfach nur an. Gestern habe ich einen Anruf bekommen, derjenige wollte kein Essen bestellen, sondern sich einfach nur bedanken und sagen, wie toll er das findet, dass ich so etwas anbiete. Ich habe bei Facebook natürlich auch gelesen, dass meine Aktion eine Nachahmung wäre. Aber ganz ehrlich, wann war Nachahmung schöner? Ich hoffe, dass andere Menschen das auch machen. Dass jeder Frisör, jede Bäckerei, jede Cafeteria das auch einführt. Ich bin sehr glücklich.

Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(