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Gutes aus dem Küchengarten Der Löffel sagt dir, was dort wächst

Gutes aus dem Küchengarten: Der Löffel sagt dir, was dort wächst

Auch im Jänner können Küchengärtner etwas tun. Gartenarbeit im Winter bereitet die Saison vor. Gute Tipps dazu fand ich unlängst auf der englischen Zeitschrift "Mother Earth Living".

Gerade beim Säen im Frühling tut man sich schwer, sich die einzelnen Aussaaten zu merken. Wo waren schon gleich der Brokkoli, der Salat, die Radieschen gesät worden? Abhilfe schafft der Suppenlöffel. Er ist groß genug, um auf ihm eine Markierung anzubringen. Mit wasserfestem, weißem Lack dazu den Löffel besprühen, und mit wasserfesten Stiften beschriften. Auch alte Holzlöffel können auf diese Art verwendet werden. Eine andere Art, sich "Plant-Marker" zu basteln, funktioniert mittels einer durchsichtigen CD-Hülle. In sie legt man die leere Samenpackung und die CD-Hülle dann in ein wetterfestes Säckchen. Diese umfunktionierten CD-Hüllen steckt man dann an die entsprechenden Stellen ins Gemüsebeet. Ist wohl was für Techniker.

Gutes aus dem Küchengarten: Der Löffel sagt dir, was dort wächst

Wer Saatbänder liebt, der kann sich solche selber herstellen. Besonders sehr kleines Saatgut lässt sich leichter mit einem Saatband aussäen. Einfach dafür einen Streifen Papier 2 cm breit ausschneiden. Dafür eignen sich Zeitungspapier, Toilettpapier, Taschentücher und Papiertücher (Hochglanz bedrucktes Papier würde ich dafür nicht verwenden).

Gutes aus dem Küchengarten: Der Löffel sagt dir, was dort wächst

Dann rührt man sich eine Paste aus Mehl und Wasser zu einer dicken kleisterartigen Picke, und gibt Klebertropfen auf die Papierstreifen. Auf die Tropfen setzt man dann die Samen. Lässt die Bänder trocknen.

Wer eine Werkstatt hat und Geräte zur Holzbearbeitung, kann sich kleine Holzkisten mit Henkel herstellen. Diese Kisten sind Tragekisten für alles möglich: als Kiste für Werkzeug, für Pflanzen, für die Ernte im Garten oder als Tablett zum Servieren des Nachmittag-Kaffees in der Laube. Palettenholz lässt sich dafür recyceln.

Gutes aus dem Küchengarten: Der Löffel sagt dir, was dort wächst

Übrigens, viele Pflanzen müssen in kleinen Behältnissen vorgezogenwerden. Also gilt es, jetzt alles zu sammeln, was in fünf bis sechs Wochen dann zum Vorziehen der Jungpflanzen dienen kann. Von der Twinings-Teedose bis hin zu Eierkartons, Joghurtbecher oder Blechdosen lege ich mir meinen Bedarf auf die Seite. In die Dosen und Becher muss ich vorher nur ein Loch bohren, damit Gießwasser abfließen kann und es zu keinem Nässestau kommt.

Gutes aus dem Küchengarten: Foto: Paul Gardener
Foto: Paul Gardener

Wer noch ein eigenes Frühbeet anlegen will, sollte sich um alte, ausrangierte Fensterflügel umsehen. Das Glas sollte noch intakt sein. Diese Fensterflügel werden dann als Abdeckung eines Frühbeetes verwendet. Die Umrandung wird aus Strohballen errichtet. Hier gehts zum Originalartikel über eine derartige, kreative Frühbeetkonstruktion.

Übrigens kann man sich auch große, lichtdurchlässige Plastikgebinde auf die Seite legen. Sie stülpt man als Miniglashaus dann über die einzelnen Setzlinge, wenn die Nächte noch kalt werden können. Dafür muss von den Plastikgebinden nur der Boden abgeschnitten werden. Ich habe dafür mal Halblitergläser verwendet und so meinen Salat recht früh schon ins Freie setzen können.

So, der Bastelei am Wochenende, auch mit den Kindern, steht also nichts mehr im Wege.

Quelle Text und Fotos: Mother Earth Living, Artikel im englischen Original hier abrufbar. Alle Fotos auch auf Pinterest.


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