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Rezept aus ältestem Kochbuch der Welt: Keine Lust auf halbgaren Spargel? Probieren Sie es mit dieser 2000 Jahre alten Methode

Sie haben die Nase voll von Spargel, der nur ungleichmäßig gar ist? Dann versuchen Sie es mit diesem Rezept, das schon vor 2000 Jahren von den Römern verwendet wurde.

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Man kann Spargel kochen, im Backofen zubereiten oder grillen. Bei allen Methoden hat man jedoch meist den gleichen Effekt: Die Stangen sind weich, die Spitzen schon fast breiig. Die beiden Teile des Spargels haben also verschiedene Garzeiten. Wie könnte man das verhindern?

Mit einer ziemlich alten Methode. Genauer gesagt: 2000 Jahre alten Technik. Die alten Römer haben bereits Spargel gekocht und ihr Rezept (zum Glück) aufgezeichnet. Nur war die Interpretation des Rezepts recht schwierig, da Kulinarisches meist im umgangssprachlichen Latein notiert war. Ein Beispiel: Im Buch "Apicius De Re Coquinaria" lautet die Zubereitung von Spargel so: "rursum in acquam calidam", was so viel heißt wie in kochendem Wasser (in acquam calidam) zubereiten.

Spargel "rückwärts" kochen

Jahrzehntelang konnte sich aber niemand einen Reim darauf machen, was rursum oder auch rursus in kochendem Wasser bedeutet. 1936 konnte Joseph Dommer Vehling das Wort letztendlich übersetzen. Rursus könnte eine Kurzform des lateinischen Wortes revorsum sein, dass "rückwärts" bedeutet. Soll man Spargel also rückwärts in kochendem Wasser kochen?

Vehling hat das Rezept schließlich so verstanden, dass die Stangen zuerst geschält und gewaschen werden müssen und zu einem Bund zusammengebunden werden sollen. Dann stellt man die Stangen "rückwärts", also mit der Rückseite bzw. Unterseite ins kochende Wasser. Sodass die Stangen im Wasser stehen und die Spitzen hinausragen. Die Spitzen werden nun vom Wasserdampf gegart und die Stangen vom kochenden Wasser. Das Ergebnis? Gleichmäßig gegarter Spargel – und die Methode kannten schon die alten Römer.

Wer noch mehr Aroma will, kann die Spargelstangen auch in ein Einmachglas stellen und mit Sahne, Butter und Knoblauch auffüllen. Das Einmachglas stellt man dann einfach in einen Topf mit kochendem Wasser - gewissermaßen ins Wasserbad. Der Effekt der Kochmethode ist der gleiche, der Geschmack nur noch besser.

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