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Stars der Bio-Kiste: Die Marone

Schnuppern, schmecken, froh werden! Esskastanien wärmen Herz und Hände und sind auch noch gesund.

Trotz weihnachtsseliger Heimeligkeit kann einen dieser Tage ein Gefühl der Wehmut überfallen ob des unwiderbringlich vergangenen Sommers und des so fernen kommenden. Dann muss man schleunigst zur Selbsthilfe greifen und sich auf dem nächstbesten Wochenmarkt eine dieser dreieckigen Papiertüten mit prallen, glänzenden Maronen füllen lassen. Schon das hebt die Stimmung. Zu Hause die Kastanien kreuzweise einritzen, bei 220 Grad etwa acht Minuten backen (damit sie nicht austrocknen, ein Schälchen Wasser dazustellen), schnuppern, schmecken - und wieder froh werden.

In Südeuropa waren Maronen jahrhundertelang Grundnahrungsmittel, für die ärmere Bevölkerung sind sie es zum Teil bis heute. Sie werden getrocknet, gemahlen und zu Brot oder Kuchen verarbeitet. Bei uns kennt man sie vor allem als Füllung für Gänsebraten. Man kann mit ihnen aber auch Risotto verfeinern oder sie pürieren und mit Crème fraîche zu einer Suppe, mit Kirschwasser und Schlagsahne zu einem Dessert machen. Wunderbar ergänzen sie sich außerdem mit Feldsalat, vor allem, wenn man etwas Preiselbeerkompott ins Dressing rührt. Sie enthalten übrigens nur zwei Prozent Fett, dafür aber reichlich Kalium, Magnesium, B-Vitamine, Vitamin E und C. So wärmen sie nicht nur Herz und Hände, sondern sind auch noch unbestreitbar gesund - als gäbe es nicht schon genug Gründe, sich Hals über Kopf in eine heiße, winterliche Liebesaffäre zu stürzen.

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