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TV-Kritik "Henssler grenzenlos": Kann der TV-Koch den Ungarn im Gulaschwettbewerb das Wasser reichen?

Eine neue Herausforderung für Steffen Henssler: Beim größten Gulaschwettbewerb der Welt in Ungarn kocht er gegen 125 Einheimische als einziger Deutscher und will beweisen: Sein Gulasch ist das beste. Übernimmt er sich damit?

Steffen Henssler

Steffen Henssler will im Gulaschwettbewerb in Ungarn gewinnen. Hat er eine Chance?

Die Aussicht auf den Gewinn stehen schlecht: In einer neuen Folge "Henssler grenzenlos" wagt sich der TV-Koch nach Ungarn und nimmt beim größten Gulaschwettbewerb der Welt gegen Ungarn teil - und wie immer, so ehrgeizig er nun einmal ist, möchte er natürlich siegen.

Die Regeln sind einfach: In drei Stunden sollen die Teilnehmer ein Gulasch über einem offenen Feuer kochen. Henssler gibt sich optimistisch, ein Gulasch kochen kann schließlich jeder, denkt er zumindest. Die Ungarn strafen ihn dafür ab, Chancen auf den Sieg sehen die wenigsten, im Gegenteil. Der ungarische Gulaschmeister 2009, Tibor Berze, findet es sehr gewagt, als Ausländer in einem fremden Land das Nationalgericht in einem Wettbewerb kochen zu wollen und dann auch noch siegen zu wollen. Für seine Vorbereitungen hat Henssler gerade einmal drei Tage Zeit, um sich das Know-how über das echte ungarische Gulasch anzueignen. Wird er es schaffen?

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Es gibt nur eine Rezeptur für Gulasch

Auf der Suche nach dem perfekten Gulasch trifft er auf die Küchenchefin des Restaurants Kispiac in Budapest. Hier wird Gulasch noch nach traditionellem Rezept gekocht. Und nur so darf es schmecken. Die Rezeptur hat sich über die letzten Jahrhunderte wahrscheinlich kaum verändert. Traditionelles Gulasch, das die Ungarn Pörkölt nennen, besteht aus sechs Zutaten: Zwiebeln, Paprika, Tomaten, Knoblauch, Fleisch (Schweinshaxe) und Paprikapulver. Keine andere Zutat darf in das Gericht. Das würde in Ungarn an kulinarischer Blasphemie grenzen.

Was Henssler der Küchenchefin auch für Alternativen vorschlägt, ob getrocknete Früchte, Speck, eine Tomaten-Salsa obenauf, sie schüttelt vehement den Kopf, das würde nichts mehr mit dem traditionellen Gericht zu tun haben und würde den Ungarn nicht schmecken. Das Geheimnis ihres Gerichts? Liebe und Zeit. Kann Henssler mit Liebe wirklich überzeugen? Er kocht gegen 125 Einheimische.

Steffen Henssler will mit zwei Kesseln gewinnen

Seine Idee: Er benutzt zwei Kessel - der eine für Brühe, der andere fürs Gulasch. Kann das gut gehen? Für die Generalprobe kocht er für den Gulaschmeister Tibor Berze. Wie bewertet er Hensslers Versuch das ungarische Nationalgericht zu imitieren? Sein Urteil fällt vernichtend aus: Hensslers Topf wäre falsch, das Gulasch würde nach nichts schmecken und sehe eher nach Suppe als nach Eintopf aus. Doch als der Gulaschmeister das fertige Gericht probiert, schmeckt es ihm dann doch und wünscht Henssler viel Glück.

Der Wettbewerb: Die Jury besteht aus Ungarn, die Teilnehmer auch. 125 Einheimische an der Zahl und Steffen Henssler als einziger Deutscher. Hat er eine Chance? Er hat zumindest ein gutes Gefühl, wie er selbst sagt. Zur Meisterschaft kommen Köche aus ganz Ungarn, darunter auch Profis. Fünf Kilogramm Schweinshaxe werden vom Veranstalter gestellt. Steffen hält sich zwar weitgehend an das Originalrezept, verändert aber Feinheiten: Schweineschmalz und Speck kommen in sein Gulasch. Aus den Knochen setzt er in einem zweiten Kessel eine Brühe an. Als Einziger im Wettbewerb. Nach drei Stunden ist Hensslers Gulasch fertig. Er kippt sein Gulasch auf Kartoffelstampf und verfeinert es mit Gurken und Tomatensaft.

Die Ungarn mögen eigentlich keine Experimente und bewerten auch so. Henssler geht leer aus und schafft es nicht auf das Siegertreppchen. Dennoch erhält er einen Sonderpreis, platziert ist er unter den Top 20, und hat 45 von 60 Punkten erreicht, wie die Jury verkündet. Als Deutscher habe er sich mit so einem Ergebnis, Respekt verdient. 




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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.