HOME

Stiftung Warentest prüft Olivenöl: Durchschnittliche Massenware: Billiges Olivenöl können Sie vergessen!

Stiftung Warentest hat bereits vor einem Jahr Olivenöle genauer unter die Lupe genommen. Damals war jedes zweite mangelhaft. Diesmal steht es nicht besser um das Öl. Keines schneidet gut ab.

Olivenöl

Olivenöle aus Discountern und Supermärkten sind nichts weiter als durchschnittliche Massenware

Um erstklassiges Öl zu erhalten, muss die Olive geerntet und sofort gepresst werden, nur so kann Qualität gewährleistet werden. In der Industrie ist das nicht immer der Fall. Dort werden Oliven aus verschiedenen Ländern angeliefert und über einen längeren Zeitraum gelagert. Natürlich sind darunter auch schlechte Früchte, zum Beispiel verschimmelte Oliven. Werden diese nicht aussortiert, schmeckt das Olivenöl später muffig und ranzig.

Vermutlich war genau das bei den getesteten Ölen der Fall: Jedes zweite Olivenöl, das Stiftung Warentest geprüft hat, ist mangelhaft. Getestet wurden sogenannte Mischöle, also Mischungen von Olivenölen aus verschiedenen Ländern. Insgesamt 24 Olivenöle, darunter Eigenmarken von Discountern wie Aldi, Lidl und Penny sowie klassische Marken wie Bertolli, Carapelli oder Monini. Alle versprechen höchste Güteklasse, also "nativ extra". Die meisten können ihr Versprechen nicht mal im Ansatz halten.

Ranzig, stichig, alt

Zehn Öle schmecken sogar ranzig, stichig und alt. Das darf bei höchster Güteklasse nicht sein. Sie sind also mangelhaft. Alle anderen sind nur "durchschnittliche Massenware" wie Stiftung Warentest schreibt. Das Öl von Kunella (1,99 Euro für 0,25 Liter) beispielsweise ist nicht nur geschmacklich schlecht, sondern auch verfälscht, weil es raffiniertes Olivenöl enthält. Außerdem auch Weichmacher, die die Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen beeinträchtigen könnte.

Die durchschnittlich besten Olivenöle kommen vom Discounter: Gut Bio von Aldi (Nord) für 6,25 pro Liter, Primadonna von Lidl für 5,05 Euro und Vegola von Netto Marken-Discount für 5,05 Euro schneiden sensorisch, bei Schadstoffen und auch insgesamt mit dem Gesamturteil "Befriedigend" ab. Mehr darf man sich von diesen Olivenölen auch nicht erwarten.

Olivenöl ist gut für die Gesundheit

Dennoch raten die Experten, Olivenöl nicht aus der Küche zu verbannen. Wer viel Olivenöl verzehrt, könne gesundheitlich profitieren. Studien zeigen immer wieder: Mittelmeerkost mit wenig Fleisch, viel Gemüse, Fisch, Nüssen und Olivenöl kann Herz und Kreislauf gut tun.

Dann sollte man aber auf Olivenöl direkt vom Erzeuger zurückgreifen und dem Olivenölbauern einen Besuch abstatten – erst dann kann man verstehen, wie viel Arbeit und Mühe hinter diesem Naturprodukt stehen. Und vielleicht ist der Verbraucher dann bereit, etwas mehr Geld fürs Olivenöl auszugeben.

Hier finden Sie den Olivenöl-Test in voller Länge!

Einfache Küche: So leicht gelingt Hähnchen auf italienische Art