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Sie aß einen ganzen Löffel: Frau verwechselt Wasabi mit Avocadocreme – und landet im Krankenhaus

Eine 60-jährige Frau verwechselte Wasabi mit Avocado. Das hatte folgenschwere Auswirkungen. Sie erlitt Herzprobleme und musste ins Krankenhaus. Die Ärzte diagnostizierten ein Gebrochenes-Herz-Syndrom.

Beides ist zumindest grün: Wasabi (links) und Avocado als Guacamole

Beides ist zumindest grün: Wasabi (links) und Avocado als Guacamole

Getty Images

Eine 60-jährige Frau, die anonym bleiben möchte, feierte auf einer Hochzeit in Israel. Dort gab es für sie augenscheinlich auch Avocado, vermutlich dachte sie, es handele sich um Guacamole. Dem war aber nicht so. Die grüne Paste war Wasabi. Eine folgenschwere Verwechselung, die mit einem Krankenhausaufenthalt und mit einem Gebrochenen-Herz-Syndrom endete. Wie konnte das passieren?

Um es klar zustellen: Bei der Avocado handelt es sich um eine Frucht, die sehr mild im Geschmack ist. Wasabi ist ein japanischer Meerrettich, der als scharfes Gewürz in der japanischen Küche eingesetzt - und häufig zum Sushi gereicht wird. Die 60-Jährige aß einen Teelöffel des japanischen Meerrettichs. Nur wenige Minuten später, spürte sie einen Druck in der Brust, der in den Arm strahlte. Der Schmerz hielt mehrere Stunden an.

Gebrochenes Herz von Wasabi: Der erste Fall seiner Art 

Wissenschaftler haben den Fall später untersucht. Es soll der erste seiner Art gewesen sein. Die Diagnose: Die Frau erlitt ein Gebrochenes-Herz-Syndrom, auch bekannt als Stress-Kardiomyopathie, das eine seltene, akut einsetzende und oft schwerwiegende Funktionsstörung des Herzmuskels ist. Das Syndrom tritt vorwiegend bei älteren Frauen auf.

Die 60-Jährige entschied sich nach den ersten Symptomen, auf der Hochzeit zu bleiben, die Schmerzen ließen langsam nach. Am nächsten Tag fühlte sie sich immer noch unwohl und schwach, erst dann begab sie sich zum Arzt. Die Frau wurde behandelt und in ein Herzrehabilitationszentrum überwiesen, einen Monat später war sie wieder vollständig kuriert.

Die Wissenschaftler weisen daraufhin, dass Wasabi-Konsum an sich viele für die Gesundheit positive Eigenschaften mit sich bringt - beispielsweise soll der Verzehr Krebs vorbeugen. Die Überreaktion der Frau könnte mit der großen Menge an Wasabi zusammenhängen, die sie konsumiert hat. Was genau aber das Gebrochene-Herz-Syndrom verursacht haben könnte, bleibt für die Forscher weiterhin ein Rätsel. 

Quelle: "BMJ Journals"

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