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24 Marken im Test Haferflocken bei "Öko Test": Drei Produkte fallen komplett durch

Haferflocken
Eine Frau hält eine Schüssel mit Haferflocken in der Hand: "Öko Test" hat 24 Marken gestest – die Ergebnisse gehen auseinander. 
© Christin Klose/ / Picture Alliance
"Öko Test" hat Haferflocken gestestet und bei einigen Produkten Probleme mit Nickel, Schimmelpilzgiften und Mineralöl festgestellt. "Sehr gute" Flocken sind jedoch schon günstig zu haben.

Haferflocken dürften mutmaßlich in fast jedem deutschen Haushalt zu finden sein. Sie gelten als nahrhaft und sind in der Küche vielseitig einsetzbar, etwa für Porridge, im Müsli oder im (Pfann)kuchen.

Eine Probe der Zeitschrift "Öko Test" förderte nun jedoch große Unterschiede bei der Qualität zutage. 24 Haferflockenmarken wurden getestet, zehn bekamen die Note "sehr gut", vier werden für "gut" befunden. Sechs Produkte schneiden immerhin noch mit "befriedigend" ab, eine Marke hält sich mit "ausreichend" knapp über der roten Linie. Drei Marken fallen jedoch komplett durch und wurden mit "ungenügend" bewertet. Der Grund: Sie sind mit Nickel, Schimmelpilzgiften und/oder Mineralölbestandteilen belastet. Nickel ist ein Metall, das vor allem über belastete Böden, etwa in der Nähe von Müllverbrennungsanlagen, in die Haferpflanzen gelangen kann. Das Problem: "Das Metall hat in Tierstudien die Fortpflanzung und Entwicklung von Nachkommen gestört", schreibt das Magazin dazu.

Sehr gute Haferflocken müssen nicht teuer sein

Den von der EU festgelegten Grenzwert überschreiten demnach bei einem 60 Kilogramm schweren Erwachsenen folgende Produkte bereits mit einer 50-Gramm-Portion, schreibt "Öko Test": "Gut & Günstig Haferflocken Extra Zart" und die "Bio Zentrale Flocken Hafer Zart", die unter den teureren Flocken im Test waren. Bei Letzteren wurde zudem ein stark erhöhter Mineralölgehalt festgestellt. Die "Kornmühle Extra Zarte Haferflocken" von Netto fielen wiederum wegen stark erhöhter Gehalte von Schimmelpilzgiften durch. Alle getesteten Produkte enthielten jedoch mindestens Spuren der Toxine. Ebenfalls problematisch: In insgesamt sechs Produkten kritisiert "Öko Test" Verunreinigungen mit Mineralölen, die sich im menschlichen Körper anreichern. "Weil unklar ist, was sie dort bewirken, sollten Lebensmittel so wenig wie möglich davon enthalten", heißt es. 

Aber es gibt auch positive Überraschungen: Fast alle Produkte waren frei von Glyphosat, nur in einem fand das Testlabor kleine Mengen des Unkrautvernichters. Und: Gute Qualität muss nicht teuer sein. Auch einige der günstigen Produkte im Wettbewerb erhielten die Note "Sehr gut": Am billigsten unter den Siegern sind die "Crownfield Haferflocken Zart" von Lidl, Kostenpunkt: 0,47 Euro für 500 Gramm.

Alle Ergebnisse des Tests können Sie gegen Gebühr auf oekotest.de nachlesen.

rös

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