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Champagner-Boom In Schampuslaune: Biden-Sieg sorgt für Run auf Champagner - und Rekordverkäufe

Champagnerfeier nach dem Wahlsieg
In Washington D.C. feierten Anhänger der Demokraten am vergangenen Samstag den Wahlsieg Joe Bidens.
© Alex Brandon/AP / DPA
Der Sieg Joe Bidens im US-Wahlkampf löste in der Hauptstadt einen Champagner-Boom aus. Die Regale waren in Windeseile leergeräumt. Spirituosenhändler sprechen von Rekordverkäufen.

Nach Tagen des Bangens und schier endlosen Stunden des Auszählens in den einzelnen Staaten floss am Tag der Bekanntgabe des Wahlsiegs von Joe Biden der Schampus in Strömen. Anhänger des Demokraten stürmten in Washington D.C. die Läden und kauften Schampus en masse, um die Korken knallen zu lassen.

Allein am vergangenen Samstag wurden laut Angaben der Ladenbesitzer mehr Flaschen des edlen Prickelwassers verkauft als in den letzten beiden Jahren zu den Silvesterfeiern zusammengerechnet, "Newsweek" berichtete. 

Champagner? Ausverkauft!

Die Spirituosenhändler der Stadt erzählten von Verkaufszahlen, die ihresgleichen suchen. So berichten die Betreiber von zwei Drogerieketten dem Blatt von einer Flut an Biden-Anhängern auf der Suche nach Champagner. Ein weiteres Geschäft in der Innenstadt habe innerhalb von zwölf Stunden mehr Champagnerflaschen verkauft als an irgendeinem anderen Feiertag zuvor. In anderen Läden war das Champagner-Sortiment gänzlich ausverkauft.

"Den ganzen Nachmittag sahen wir Menschen, die mit den Flaschen knallten und die Menge besprühten", zitiert "Newsweek" Leland Vittert, Korrespondent von "Vox-News". Andrew Beaujon, Redakteur bei "The Washingtonian", der noch im Juni bei einer Demonstration von Biden-Anhängern in der Nähe des Lafayette-Platzes von der Nationalgarde mit Tränengas besprüht worden war, berichtete auf Twitter:  "Ich bin jetzt an der gleichen Stelle mit Tränengas und Champagner besprüht worden". 

In Schampuslaune

"Wir haben Hunderte Flaschen verkauft. Die Leute wollen feiern", sagte ein Verkäufer bei "Calvert and Woodley" zu "Euronews". Dort seien an diesem Tag zwischen 70 und 75 Prozent mehr Flaschen über die Theke gegangen als an einem normalen Samstag. Viele hätten gleich mehrere Flaschen mitgenommen. "Die Leute kaufen zwei oder drei Flaschen auf einmal, das ist sehr ungewöhnlich. So glücklich sind die Leute", erzählte ein Mitarbeiter von "Magruder's" dem gleichen Blatt. 

2020 ist ein gutes Jahr für die amerikanischen Spirituosenhändler. Der Absatz ist gestiegen und das quer durchs Sortiment. Nur die Lust auf Champagner, die war bisher eher mau. Das änderte sich vergangenes Wochenende schlagartig. Sichtbar wurde das auf den Straßen der Stadt. Dort feierten die Anhänger feuchtfröhlich mit dem edlen Getränk, stießen miteinander an und gaben einander Champagnerduschen. 

Quellen: Newsweek, Euronews

tpo

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