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Fruchtig, spritzig, lecker Spontaner Genuss: Blitz-Rezept – Zitroniger Blaubeer-Käsekuchen

Spontaner Genuss: Blitz-Rezept – Zitroniger Blaubeer-Käsekuchen
Herrlich frisch, wunderbar fluffig und sooo cremig 
© AnnaPustynnikova / Getty Images
Wenn die Lust nach Käsekuchen ruft soll es vor allem schnell gehen. Dieses Blitz-Rezept für einen zitronigen Blaubeer-Käsekuchen vereint Geschmack und Raffinesse in Rekordgeschwindigkeit – perfekt für den spontanen Genuss.

Käsekuchen geht immer. Der Klassiker gehört zu den traditionsreichsten Kuchen überhaupt und erfreut sich schon seit Jahrhunderten größter Beliebtheit – kein Wunder, schließlich ist kaum ein Kuchen so wunderbar cremig, gleichzeitig fluffig und dabei unwiderstehlich vollmundig.

Käsekuchen-Variationen gibt es wie Sand am Meer. Ob mit oder ohne Boden, pur oder mit Früchten, zusammen mit Kakao, Streuseln oder Karamell, klassisch deutsch mit Quark oder amerikanisch mit Frischkäse – es gibt so gut wie nichts, was es nicht gibt. Und genau das macht den Klassiker so besonders. Einfach in der Herstellung lässt sich der Käsekuchen in Rekordzeit zubereiten, erfordert nur wenige Zutaten und kann nach Herzenslust variiert werden.  

Schneller Genuss

Wenn die Lust nach Käsekuchen ruft soll es aber vor allem schnell gehen. Aufwendiges Zusammenrühren und lange Wartezeiten erfordern starke Nerven. Dieser Blitz-Käsekuchen ist demnach perfekt, um spontane Käsekuchen-Gelüste in Rekordzeit zu stillen. Daneben eignet sich der Käsekuchen natürlich auch für spontanen Besuch und unerwartete Gäste.

Ein knuspriger Keksteig bildet die Basis des Blitz-Käsekuchens. Zusammen mit einer cremigen Frischkäse-Quark-Füllung ergibt sich eine geschmackliche Komposition der Extraklasse, welche durch die Süße der Heidelbeeren und die Frische der Zitrone hervorragend abgerundet wird. Ein Genuss an warmen Sommertagen.

Von Blaubeeren, Heidelbeeren und wilden Beeren

Sommerzeit ist Blaubeerzeit. Mitte Juni startet die Saison der süßen Früchte und dauert bis spät in den September an. Große Blaubeer-Plantagen gibt es übrigens vorwiegend in Norddeutschland. Gibt es aber eigentlich einen Unterschied zwischen Kulturheidelbeeren, Waldheidelbeeren und Blaubeeren?

Einen wirklichen Unterschied gibt es eigentlich nur zwischen Kulturheidelbeeren, welche wir im Supermarkt unseres Vertrauens erwerben können, und Waldheidelbeeren, welche wild in zahlreichen europäischen Wäldern wachsen. Die Amerikanische Heidelbeere, auch Blaubeere oder Kulturbeere genannt, punktet mit einem großen Fruchtkörper von bis zu drei Zentimetern. Zudem zeichnet sie sich durch ihr helles Fruchtfleisch und ihre Festigkeit aus. Wald- oder Wildheidelbeeren sind mit maximal einem Zentimeter Größe eher klein, fallen aber aufgrund des hohen Farbstoffgehalts innerhalb der Frucht mit einer dunkelblauen bis lila Farbe ins Auge. Wildheidelbeeren gibt es eher selten. Sie können hierzulande im Juli bis August in manchen Wäldern gepflückt werden. Es lohnt sich: Ihr Aroma und ihr innerer Farbreichtum ist ungleich stärker als das der Plantagenfrüchte.

Ob nun wild oder nicht – eines ist die Heidelbeere in jedem Fall: Köstlich und extrem nährstoffreich. Ihre schöne Farbe verdanken sie dem blauen Pflanzenfarbstoff Anthocyan, welcher im Körper antioxidativ wirkt und dabei helfen kann, freie Radikale abzufangen und uns gesund zu halten. Zudem wirken Heidelbeeren entzündungshemmend, liefern eine Menge an Vitamin C, B und E, sowie Beta-Carotine, Eisen, Zink, Kalium, Kupfer, Magnesium, Kalzium, Flavonoide und reichlich Gerbstoffe.

Ein Klassiker: Geschichte des Käsekuchens

Unglaublich, aber wahr: Anthropologen gehen davon aus, dass der Käsekuchen aus dem antiken Griechenland stammt. Damals soll der Klassiker, bei den Olympischen Spiele im Jahr 776 vor Christus, Athleten serviert worden sein, um ihnen viel Energie zu spenden. Zudem soll Käsekuchen bereits mit Vorliebe auf griechischen Hochzeiten serviert worden sein. Letztendlich verbreiteten die Römer die Tradition des Käsekuchens aus Griechenland in ganz Europa. Erst Jahrhunderte später fand die Leckerei seinen Weg in die vereinigten Staaten – eine Vielzahl regionaler Rezepte wurde damals vor allem von Einwanderern eingeführt. Das älteste in deutscher Sprache verfasste Rezept stammt von Anna Wecker und wurde in Ihrem 1596 veröffentlichten Kochbuch abgedruckt.

Griechisch, amerikanisch oder eher deutsch?

Die verschiedenen Versionen unterscheiden sich deutlich voneinander. Der "traditionelle" griechische Käsekuchen wird aus Ricotta-Käse hergestellt und mit Honig gesüßt. Manchmal wird der Kuchen mit einer Kruste gebacken, in anderen Rezepten wird das Mehl hingegen direkt in die Käse-Honig-Mischung gegeben. Während die deutsche Version aus reichlich Quark besteht, wird im amerikanischen "Cheesecake" – der Name verrät es bereits – Frischkäse verwendet. Quark sucht man hier vergeblich. Auch dem Boden kommt eine wesentliche Bedeutung zu. In Deutschland ist ein einfacher Mürbeteig weit verbreitet, in den USA finden jedoch zerbröselte Kekse, Zwieback oder karamellisierte Nüsse ihren Weg in den Kuchenboden. Abgerundet wird das Ganze mit einer ordentlichen Portion Salz – diese soll einen Kontrast zu der sehr süßen Käsemasse bilden.

Doch wie heißt es so schön? Die Mischung macht’s! Mittlerweile finden sich zahlreiche Varianten, die Grenzen der einst streng eingeteilten Käsekuchen-Kulturen verschwimmen und eine Reihe an genialen Ausführungen ist entstanden.

Das Fundament

Der Boden unseres zitronigen Blaubeer-Käsekuchen besteht aus Keksen und geschmolzener Butter. Die Kekse werden mit einem Mixer oder in einem Gefrierbeutel mit dem Nudelholz zu feinem Mehl vermahlen und mit der geschmolzenen Butter zu einem unwiderstehlich knusprigen Boden gebacken. Neben Butterkeksen eignet sich auch Löffelbiskuit, Biscotti oder American Cookies hervorragend. Schokoladen-Kekse bringen hingegen ein ganz neues Aroma in das Rezept, wobei die Schokolade fantastisch mit Blaubeeren und Zitrone harmonieren kann.

Die Crème de la Crème

Bestrichen wird der Boden mit einer feinen Creme aus Frischkäse, Quark, Ei, Zucker und einem Hauch von Sahne. Zitronenabrieb und ein Spritzer Zitronensaft sorgen für die gewisse Frische und machen die Creme so lecker fruchtig. Zum Schluss werden die Blaubeeren vorsichtig untergehoben und ab geht es in den Ofen – wandelbar, schnell gemacht und unwiderstehlich lecker.

Blitz-Rezept für einen zitronigen Blaubeer-Käsekuchen

Zutaten

Für den Boden

  • 250 Gramm Kekse z.B. Butterkekse
  • 75 Gramm Butter

Für die Creme

  • 200 Gram Quark oder griechischen Joghurt
  • 350 Gramm Naturfrischkäse
  • 100 Milliliter Schlagsahne
  • Ein Päckchen Vanillezucker
  • 130 Gramm Zucker
  • Ein Ei
  • Eine Zitrone
  • Eine Prise Salz
  • 200 Gramm frische Blaubeeren
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Zubereitung

  1. Backofen auf 170 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Die Butterkekse in einem Gefrierbeutel mit dem Nudelholz zu feinem Keksmehl verarbeiten.
  3. Die Butter in einem Topf schmelzen und unter die Keksbrösel heben und miteinander vermengen.
  4. Die Keks-Butter-Masse dann in eine circa 25 mal 35 Zentimeter große Kastenform füllen, gut verteilen und festdrücken.
  5. Den Boden im heißen Backofen für zehn Minuten vorbacken.
  6. In der Zwischenzeit die Creme zubereiten. Dafür den Quark mit Frischkäse, Sahne, Ei, Vanillezucker und Zucker cremig rühren.
  7. Den Abrieb der Zitrone sowie den Saft einer halben Zitrone hinzugeben und alles miteinander vermengen.
  8.  Die Blaubeeren waschen und verlesen und vorsichtig unter die Creme heben.
  9. Die Creme auf dem vorgebackenen Boden verteilen und für etwa 45 Minuten backen.
  10. Lassen Sie den Kuchen komplett auskühlen und stellen Sie diesen dann nochmal für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.
  11. Vor dem Servieren in Quadrate schneiden und kalt servieren.

Tipp: Wer sich zusammenreißen kann, lässt den Kuchen noch etwas ziehen – je länger er zieht, desto besser schmeckt er am Ende.


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