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Honig, Sirups, Dicksäfte: Zehn Alternativen für Zucker

Wie viel Zucker ist noch gesund? Um diese Frage drehte sich die gestrige Ausgabe von "Hart aber fair". Klar ist: Zu viel Zucker macht dick – und erhöht das Risiko, krank zu werden. Vor allem Haushaltszucker und industrielle Zuckerzusätze stehen in der Kritik. Doch es gibt auch alternative Süßungsmittel.

Von Sonja Helms

Vollrohrzucker  Anders als weißer Zucker, der aus Zuckerrüben hergestellt wird, ist Vollrohrzucker ein aus Zuckerrohr gewonnenes Süßungsmittel. Hierfür wird der aus dem Rohr gepresste Saft gefiltert und eingedickt, anschließend getrocknet und gemahlen, aber nicht raffiniert. Daher haftet den Krümeln noch Melasse an, was dem Vollrohrzucker seine Farbe verleiht. Vollrohrzucker süßt weniger stark als Zucker oder Honig und schmeckt karamellartig. Spurenelemente und Mineralstoffe sind noch enthalten, aber nur in geringen und damit nicht gesundheitsrelevanten Mengen.

Vollrohrzucker

Anders als weißer Zucker, der aus Zuckerrüben hergestellt wird, ist Vollrohrzucker ein aus Zuckerrohr gewonnenes Süßungsmittel. Hierfür wird der aus dem Rohr gepresste Saft gefiltert und eingedickt, anschließend getrocknet und gemahlen, aber nicht raffiniert. Daher haftet den Krümeln noch Melasse an, was dem Vollrohrzucker seine Farbe verleiht. Vollrohrzucker süßt weniger stark als Zucker oder Honig und schmeckt karamellartig. Spurenelemente und Mineralstoffe sind noch enthalten, aber nur in geringen und damit nicht gesundheitsrelevanten Mengen.

Keine Frage, die Menschen essen heutzutage zu viel Zucker. Das schadet nicht nur der Figur, sondern auch der Gesundheit. Je mehr kalorienreicher Süßkram auf den Teller kommt, desto höher das Risiko für Übergewicht und damit einhergehenden Krankheiten wie Adipositas, oder Herz-Kreislauferkrankungen. Daher empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 2015, höchstens zehn Prozent der täglichen Kalorienzufuhr in Form von Zucker zu sich zu nehmen; besser wäre sogar nur die Hälfte davon, bis zu fünf Prozent. Für einen Erwachsenen bedeutet das, den Konsum auf 25 Gramm zu beschränken, umgerechnet etwa sechs Teelöffel Zucker – nicht viel, wenn man bedenkt, dass schon eine Dose Limonade auf gut zehn Teelöffel kommt.

Gesundheitsbewusste Menschen greifen daher seit einiger Zeit verstärkt zu alternativen Süßungsmitteln. Dazu zählen neben Honig und Vollrohrzucker vor allem und Dicksäfte verschiedener Pflanzen. Einige hiervon möchten wir vorstellen.

Weniger Zucker, doch nicht unbedingt gesünder

Im Vergleich zu Zucker haben sie durchaus Vorteile: Die meisten enthalten weniger Kalorien, außerdem wird der in Sirups und Dicksäften enthaltene Zucker langsamer freigesetzt, was sich günstig auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Doch auch für die Alternativen gibt es keinen Freifahrtschein, auch hier gilt es, Maß zu halten. Ob sie in jedem Fall gesünder sind? Nicht unbedingt. Es ist zum Beispiel ein Mythos, dass brauner Zucker gesünder ist als weißer. "Er enthält zwar mehr Mineralstoffe und Vitamine als raffinierter Zucker, aber diese Mengen sind viel zu gering, als dass sie einen nennenswerten Beitrag zur Versorgung leisten könnten", sagt Gabriele Kaufmann, Ernährungswissenschaftlerin beim aid infodienst in Bonn.

Zucker sei auch nicht immer beliebig austauschbar. "Beim Backen ist es zum Beispiel oft knifflig", sagt Kaufmann. Zu bedenken sei auch, dass die meisten einen gewissen Eigengeschmack mitbringen. Sie rät daher, zunächst auf getestete Rezepte zu setzen, wenn man alternative Süßungsmittel einsetzt. Viele dieser Alternativen stammen zudem aus Übersee - in Sachen Nachhaltigkeit kein Pluspunkt. Daher gilt für diese Produkte ebenso wie für Zucker, sie bewusst - und sparsam - einzusetzen.

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