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"Make Food not War": Der Mann des guten Geschmacks aus dem Libanon

Der Libanese Kamal Mouzawak ist ein Kämpfer: Seit Jahren engagiert er sich für den Erhalt regionaler Produkte und alter Rezepturen. In Beirut ist er eine der gefragtesten Stimmen des guten Geschmacks.

Von Olaf Deharde

Kamal Mouzawak (mitte) ist ein Kämpfer für den guten Geschmack. Olaf Deharde (links) und Koral Elci von der Kitchen Guerilla haben ihn in Beirut, Libanon besucht.

Kamal Mouzawak (mitte) ist ein Kämpfer für den guten Geschmack. Olaf Deharde (links) und Koral Elci von der Kitchen Guerilla haben ihn in Beirut, Libanon besucht.

Kamal Mouzawak ist der Herr des guten Essens in Beirut. Ob Märkte mit lokal ansässigen Bauern, Streetfood-Festivals oder der legendäre Mittagstisch seines Restaurants "Tawlet". Die ständige Suche nach neuen kulinarischen Herausforderungen und einem unendlichen Netzwerk aus Bio-Bauern und Lieferanten macht Kamal zu einer der gefragtesten Stimme für guten Geschmack. Wir mussten diesen Typen besuchen und - natürlich auch sein Restaurant kapern.

Nach dem Motto "Make Food Not War" kämpft Kamal Mouzawak seit Jahren für den Erhalt regionaler Produkte und alten Rezepturen. In seinem Restaurant "Tawlet" kocht jeden Tag jemand anderes. Hausfrauen, Foodblogger... Immer anders und immer verbunden mit der regionalen Herkunft des jeweiligen Gastkochs.

Kitchen Guerilla kapert Restaurant in Beirut

Als Koral Elci und ich zu Besuch waren, haben wir uns vorgenommen die libanesische Küche auf den Kopf zu stellen. Mit tollen heimischen Produkten wie Arak, dem Lieblingsschnaps der Libanesen. Vergleichbar mit Ouzo in Griechenland, oder Raki in der Türkei. Hervorragende Käsesorten wie Labneh, einer Art Streichkäse, oder in Öl eingelegte Schafskäsekügelchen. Wunderwaffe gegen Langeweile in der Küche ist die libanesische Gewürzmischung "Zatar", aus wildem Thymian, Sesam, Salz und Sumak, ein Gewürz des Essigbaums.

Einkaufen kann man die leckeren Sachen alle auf dem 2004 gegründeten Lokal-Markt "Souk el Tayeb", was soviel heißt wie "Markt des Guten". Gegründet hat Kamal den Markt, um nachhaltig produzierende Bauern zu fördern und um Barrieren zwischen den verschiedenen Ethnien und Religionen des Landes zu brechen. Denn wobei sind alle gleich? Beim Essen! Zusammen über die verschiedenen Rezepturen und (Genuss-)Vorlieben zu plaudern verbindet. Anfangs noch ziemlich holprig in der Realisierung, ist der "Souk el Tayeb" mittlerweile zweimal wöchentlich Treffpunkt vieler Menschen aus allen Schichten. Nicht nur um einzukaufen, sondern vor allem um sich auszutauschen.

Köstlichkeiten von der Kitchen Guerilla im Beiruter Restaurant "Tawlet"

Köstlichkeiten von der Kitchen Guerilla im Beiruter Restaurant "Tawlet"

Essen verbindet

Das Gleiche gilt für den Mittagstisch im "Tawlet": Alle an einem Tisch, alle versammelt um ein Buffet. Und wir in der Küche!

Also was haben wir gekocht? Kartoffeln mussten natürlich vorkommen und wurden mit frischen Erdbeeren und Zatar kombiniert, Pilze mit dem lokalgebrauten Bier 961 mariniert, Lammragout mit Schokolade, Ceviche vom Thunfisch und die Hühnchenbeine wurden von uns 24 Stunden in Arak gebadet. Dazu rote Beete mit Ingwer und Orange, ein Risotto aus Beta-Karotten, Mini-Zucchinis gefüllt mit Labneh, Mandel-Parfait...

Mit tatkräftiger Unterstützung des gesamten Küchenteams und aller Mitarbeiter haben wir innerhalb von zwei Tagen ein üppiges Büffet gekocht, um unsere Gäste zu versorgen. Koral am Buffet und meine Wenigkeit am Grill. Der Laden platzte aus allen Nähten und Gastronomen, Künstler, Touristen und auch Nachbarn kamen, um unseren Guerilla-Beirut-Mix zu probieren. Ein toller Tag und auf ein Neues die Bestätigung, dass am Tisch alle gleich sind und gutes Essen Menschen verbindet.

Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(