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Stiftung Warentest: Was ist besser: Leitungswasser oder Mineralwasser?

Wer sich bis jetzt nicht getraut hat, Wasser aus der Leitung zu trinken, kann nun ohne Bedenken den Kopf unter den Wasserhahn hängen. Leitungswasser in Deutschland ist gut. Das hat Stiftung Warentest herausgefunden. Beim stillen Mineralwasser aus dem Handel sieht es aber etwas anders aus. 

Mineralwasser und Leitungwasser im Stiftung Warentest

Leitungswasser kann man in Deutschland bedenkenlos trinken. Beim Mineralwasser aus dem Handel sieht es etwas anders aus.

Mineralwasser aus dem Handel ist schlichtweg überbewertet. Es ist beispielsweise ein Mythos, dass Mineralwasser besonders viele Mineralstoffe enthält. Das trifft nur auf sechs von 30 geprüften stillen Wässer zu. Die anderen sind oberirdisch verunreinigt, einige haben sogar ein Keimproblem.

Das hat Stiftung Warentest in einem großangelegten Test herausgefunden. Nur zehn von 30 sind einwandfrei und enthalten keine oberirdischen Verunreinigungen oder nennenswerte Mengen anderer kritischer Stoffe.

Qualität von Leitungswasser stimmt

Wer lieber Wasser aus dem Hahn zapft als Flaschen zu schleppen, hat Glück: Die Qualität des Leitungswassers in Deutschland stimmt. Dafür hat Stiftung Warentest Trinkwasser aus 28 deutschen Städten und Gemeinden im Labor untersucht und befindet, dass Leitungswasser eine gute Qualität hat. Außerdem ist es natürlich preisgünstiger als Mineralwasser aus dem Handel.

Manchmal lohnt aber auch der Griff zur Flasche: Laktoseintolerante können sich mit Kalzium versorgen, wer an Verstopfung leidet, kann von viel Sulfat im Mineralwasser profitieren. Trotzdem ist auch Leitungswasser nicht makellos. Die Prüfer haben Spuren von Medikamenten, Pestiziden und anderen Stoffen gefunden. Wer wissen will, wie gut sein Wasser ist, soll sich beim Versorger informieren.

Beim Mineralwasser ist vor allem auf zehn Marken Verlass:

  1. Adelholzener (31 Cent je Liter)
  2. Bad Liebenwerda (49 Cent)
  3. Carolinen (50 Cent)
  4. Celtic (33 Cent)
  5. Elisabethen Quelle (58 Cent)
  6. Extaler Mineralquell (37 Cent)
  7. Fürst Bismarck (55 Cent)
  8. Nestlé Pure Life (33 Cent)
  9. Rheinfels Quelle (49 Cent)
  10. Vittel (38 Cent)

Keime, Chrom und Glyphosat in Mineralwasser

Im stillen Wasser von Gerolsteiner und Märkisch Kristall haben die Tester hohe Keimzahlen festgestellt. Die sind nicht lebensbedrohlich, deuten aber auf Verunreinigungen hin. In vier weiteren Produkten wurden hohe Keimzahlen gefunden. Auch im Wasser der französischen Marke Evian, das laut Etikett zur Zubereitung von Babynahrung geeignet ist. Für Säuglinge und Immunschwache sollte das Wasser vorsorglich abgekocht werden, rät Stiftung Warentest.

Auch natürliche Verunreinigungen belasten die Wässer. In 21 Produkten fanden die Prüfer Chrom (VI), das in Gesteinen und Böden vorkommt. Zwar ist der Stoff krebserregend, aber die Mengen sind so gering, das kein gesundheitliches Risiko besteht. In fünf Wässern wurden außerdem Spuren des Abbauprodukts Ampa, das von Glyphosat stammen könnte, von Pestiziden sowie des Süßstoffs Cyclamat entdeckt. Auch hier gibt Stiftung Warentest Entwarnung, die Spuren sind gesundheitlich unbedenklich. Trotzdem weisen sie darauf hin, dass die Quellen nicht ausreichend geschützt sind.

Den kompletten Wassercheck von Stiftung Warentest finden Sie hier!


dsw