HOME

Ökotest: Abnehmen mit Diätdrinks? Warum das keine gute Idee ist

Es klingt so einfach: Man muss nur davon trinken, und schon purzeln die Pfunde. Diätdrinks gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt. Aber was taugen die Getränke eigentlich? Ökotest hat sie überprüft.

Ökotest rät von Diätdrinks ab

Ökotest rät von Diätdrinks ab

Getty Images

Die Versprechen sind groß: Auf die fetten Tage sollen purzelnde Kilos folgen. Die Werbung suggeriert, dass Diätdrinks das Abnehmen ganz leicht machen. Beim Marktführer Alamsed beispielsweise heißt es "Einfach weil es funktioniert". Die anderen Produkte heißen "Easy Slim" oder "Slimfast". Aber was steckt da wirklich dahinter?

Ökotest hat 14 Diätdrinks auf den Prüfstand gesetzt. Die kommen aus Drogerien, Apotheken, Supermärkten, Discountern. Sogar ein Bio-Produkt ist dabei. Die Diätdrinks gibt es in Pulverform zum Anrühren. Entweder mit Wasser oder Milch. Dabei trinkt man etwa 200 bis 400 Kilokalorien pro Mahlzeit. Ab September 2019 dürfen sie sogar nur noch 200 bis 250 Kilokalorien enthalten. Das Versprechen der Pulver: Wer zwei der täglichen Hauptmahlzeiten mit den Pulverdrinks ersetzt, nimmt ab.

Ökotest sieht dieses Versprechen kritisch. Denn tatsächlich funktioniert das nur unter bestimmten Bedingungen. Also, wenn man sich ohnehin kalorienarm ernährt. So muss es dann auch auf den Produkten stehen. Diätdrinks bestehen hauptsächlich aus ähnlichen Bestandteilen: eiweißhaltigem Pulver, Honig, Süßstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. 

Gut zu wissen: Zur Fastenzeit: Diese Fehler sollten Sie während einer Diät vermeiden
Sie essen nicht genug!  Wer Kilos verlieren möchte, muss essen. Und zwar mindestens 1200 Kilokalorien pro Tag, wer darunter isst, signalisiert dem Körper, dass er hungert. Die Folge? Der Stoffwechsel wird runtergeschraubt, und es werden weniger Kalorien verbrannt. Wenn man später wieder normal isst, sind die Kilos im Nu wieder drauf – der Jo-Jo-Effekt tritt ein.

Sie essen nicht genug!

Wer Kilos verlieren möchte, muss essen. Und zwar mindestens 1200 Kilokalorien pro Tag, wer darunter isst, signalisiert dem Körper, dass er hungert. Die Folge? Der Stoffwechsel wird runtergeschraubt, und es werden weniger Kalorien verbrannt. Wenn man später wieder normal isst, sind die Kilos im Nu wieder drauf – der Jo-Jo-Effekt tritt ein.

Ökotest rät von Diätdrinks ab

Das Ergebnis ist indes ernüchternd: Bei Ökotest fallen zwei Drittel der Produkte durch. Sie sind "mangelhaft" oder sogar "ungenügend". Eingeschränkt empfehlenswert sind die Diätpulver von Dm, Layenberger und Aldi. Die sind fast schadstofffrei und kosten nicht viel. Sie erhalten die Note "Befriedigend". Der Marktführer unter den Diätdrinks, Almased, erhält von Ökotest das Gesamturteil "Ungenügend". Das Pulver sei stark mit Mineralölen belastet, die sich in Organen anreichern und zu Schäden an der Leber führen können. Zudem enthalten Almased sowie vier weitere Drinks Spuren von gentechnisch veränderter Soja-DNA. Auch das bewerten die Tester streng.

Das Fazit von Ökotest: Diätdrinks sind überflüssig. Sie könnten bestenfalls einen Einstieg in eine Ernährungsumstellung unterstützen. Trotzdem erwecken sie den Eindruck, abnehmen sei leicht. Und wer sich darauf verlässt, hat sein altes Gewicht schnell wieder drauf. Daher: Lieber Finger weg.

Den ganzen Test können Sie gegen Gebühr hier lesen!

Diätfallen aufgedeckt: Wer abnehmen will, sollte nicht auf diese Irrtümer hereinfallen


Themen in diesem Artikel