Krieg in der Ukraine Chefrabbi in Kiew: "Man kann mit Putin keinen Dialog mehr führen, er versteht nur den Knüppel"

Rabbi Moshe Azman
Rabbi Moshe Azman setzt sich für die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine ein
© Evgeniy Maloletka/ASSOCIATED PRESS / Picture Alliance
Moshe Azman ist Rabbi in Kiew und sieht sich eigentlich als Botschafter des Friedens. Angesichts der russischen Kriegsverbrechen fordert er im Interview mit dem stern mehr Waffenlieferungen: "Das Böse muss vernichtet werden, sonst können wir nie in Frieden leben".
Andrezj Rybak

Rabbi Azman, bei Ihrem letzten Besuch in Israel haben Sie versucht, die israelischen Politiker von der Notwendigkeit der Waffenlieferungen an die Ukraine zu überzeugen. Mit Erfolg?
Ja, ich versuchte einige Leute zu überzeugen, Kampf-Drohnen an die Ukraine zu liefern. Putin ist eine Gefahr für den Frieden in Europa und in der ganzen Welt. Russland hat jede Grenze von Anstand und Moral überschritten. Man kann mit Putin keinen Dialog mehr führen, er versteht nur den Knüppel. Je früher wir ihn stoppen, desto besser. Ohne ausländische Waffenlieferung kann die Ukraine diesen Krieg aber nicht gewinnen. Ich glaube, es gibt inzwischen viele Leute in Israel, die das verstehen.


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