Umweltkatastrophe Alle reden über die toten Fische. Aber wie geht es den Menschen an der Oder?

Statt frischer Fische ziehen die Helfer an der Oder säckeweise tote Fische an Land
Statt frischer Fische ziehen die Helfer an der Oder säckeweise tote Fische an Land
© Maximilan Gödecke
Sie können nicht mehr tun, als tote Fische bergen. Ein Besuch bei Fischern, Feuerwehrleuten und der Betreiberin einer Fisch-Zuchtstation dies- und jenseits der Grenze.

Der alte Mann schaut auf den Fluss und die toten Fische und lächelt. Um diese Jahreszeit, bei diesen Temperaturen hätte er sonst Aal und Bleie gefischt, Lebendfang. Um sie später, wenn die Kunden kommen, frisch zu schlachten. Stattdessen zieht er nun tote Tiere aus dem Wasser. Seit vergangenem Wochenende ist den Menschen entlang der Oder der Appetit auf Fisch vergangen. "Kann man auch verstehen", sagt Helmut Zahn, Rauschebart und Schirmmütze, der letzte Fischer von Schwedt.

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