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"Disco Dancer" Fahrgeschäft fliegt aus Verankerung – ein Mann stirbt

In einem Freizeipark in Indien geht eine Testfahrt eines Fahrgeschäftes furchtbar schief. Ein Mann stirbt, neun weitere werden verletzt. Im "Disco Dancer" befanden sich nur Angestellte des Parks – und die sollen zu der Fahrt genötigt worden sein.

Eigentlich sollte es eine Fahrt werden, um zu testen, ob die Reparatur erfolgreich war. Anschließend sollte der "Disco Dancer" für die Besucher des indischen Freizeitparks Kishkinta, nahe der Stadt Chennai, wieder freigegeben werden. Doch das Gefährt fliegt bei der Testfahrt aus der Verankerung. Ein Mann stirbt, neun Menschen werden schwer verletzt. Besonders tragisch: Offenbar wurden die Park-Angestellten zu dieser Testfahrt genötigt.

Eine Videoaufnahme hält den schrecklichen Moment fest, der sich am 11. Mai in dem Park abspielte. 25 Menschen sitzen - mit dem Gesicht nach außen  - auf einer großen, rotierenden Scheibe. Diese bewegt sich auf einer halbrunden Schiene. Doch plötzlich kracht das Fahrgeschäft aus der Verankerung und stürzt in die Tiefe. Laut "Indian Express" wird ein 25-Jähriger bei dem Unfall getötet, neun weitere Menschen teils schwer verletzt.

Freizeitpark nötigte Mitarbeiter zur Testfahrt

Wie ein Angestellter der "India Today" berichtet, hatten die Angestellten schon Feierabend, wurden aber genötigt, zu bleiben, um das Fahrgeschäft auszuprobieren. Es war zuvor aufgrund der jüngsten Überschwemmungen in Chennai repariert worden und sollte jetzt wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden. "Wir wollten nicht einsteigen, wurden aber dazu gezwungen", erzählt der 17-jährige Lokesh, der ebenfalls einsteigen musste. "Nach zwei Runden hörten wir ein komisches Geräusch. Viele schrien, wollten aussteigen und baten darum, das Gerät zu stoppen, aber sie machten einfach weiter."

Lokesh fiel nach eigenen Angaben als einer der letzten aus dem Fahrgeschäft. Er brach sich bei dem Unfall die Hand und erlitt leichte Verletzungen an Armen und Beinen. Laut Bericht wurden der Besitzer des Themenparks und der Manager später wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung festgenommen.

jek

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