Tödlicher Unfall Sie gaffen und filmen, während ihr Baby stirbt: "Ich kriege das nicht aus dem Kopf"

Gaffer, Shukrije Kinolli und ihr Mann
Shukrije Kinolli (mit Ehemann) ging über eine Brücke in Hagen, als ein Auto den Buggy mit ihrem Kind erfasste. Sofort drängten Menschen herbei, guckten fotografierten, machten Filme
© Alex Talash, Ingmar Björn Noltings / stern
Immer wieder klagen Polizei und Feuerwehr über Gaffer. Man hört darüber häufig weg – bis man die Geschichte von Frau Kinolli und ihrer Tochter Aida hört.

Dieser Artikel erschien erstmals im November 2018 im stern. Aufgrund der aktuellen Debatte veröffentlichen wir ihn erneut.

Sie nannten sie Aida. Das ist Albanisch und heißt Mondlicht. Ihre kleine Tochter, ihr erstes Kind. Sie sollte scheinen wie ein Mond, hier unten bei den Menschen.

Doch nicht im Himmel.

Aida starb an einem Sommertag 2017. Sie lag lächelnd und brotkauend in ihrem Buggy, als das Auto sie erfasste. "Neun Monate hatte ich sie in meinem Bauch. Dann ein Jahr bei mir. Und auf einmal, von einer Sekunde auf die andere, ist sie nicht mehr da. Ich begreife das nicht."

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