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Nazi-Raubkunst Gurlitts Bilder gehen an Schweizer Museum


Die umstrittene, millionenschwere Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt geht in die Schweiz. Laut Testament des Sohns von Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt gehen die Werke an das Kunstmuseum Bern.

Die Kunstsammlung des verstorbenen Sammlers Cornelius Gurlitt geht in die Schweiz. Er habe seine Bilder dem Kunstmuseum Bern vermacht, berichten der NDR, die "Süddeutsche Zeitung" und die "Bild".

Das Berner Museum hat die Berichte in zwischen bestätigt. Gurlitts Sprecher Stephan Holzinger wollte sich zu Einzelheiten des Testaments, das Gurlitt bei einem Notar in Baden-Württemberg hinterließ, jedoch nicht äußern.

Cornelius Gurlitt, der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, war am Dienstag in seiner Münchner Wohnung im Alter von 81 Jahren gestorben. Er war seit Monaten schwer krank. Von einer Operation am Herzen hatte er sich nicht mehr erholt.

Erst Anfang April hatte Gurlitt der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern vertraglich zugesichert, seine millionenschwere Sammlung auch nach dem Ende der Beschlagnahme von Experten untersuchen zu lassen und unter Nazi-Raubkunstverdacht stehende Werke gegebenenfalls zurückzugeben.

kis/DPA DPA

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