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Liebermann-Gemälde: Bild aus Gurlitt-Sammlung in London versteigert

Das erste Gemälde aus der Gurlitt-Sammlung ist unter dem Hammer: Das Bild "Zwei Reiter am Strand" von Max Liebermann wurde für knapp drei Millionen Euro versteigert. Es war zuvor seinen rechtmäßigen Erben übergeben worden.

Ein Bild aus der umstrittenen Sammlung von Cornelius Gurlitt ist in London versteigert worden. Das Gemälde "Zwei Reiter am Strand" von Max Liebermann kam für 1,9 Millionen Pfund (knapp 2,7 Millionen Euro) im Auktionshaus Sotheby's unter den Hammer und damit eutlich über seinem Schätzpreis. Im Vorfeld hatte das Auktionshaus Sotheby's lediglich mit einem Erlös von 550.000 Pfund gerechnet.

Erst im Mai war das Bild, das von der Taskforce Schwabinger Kunstfund als Nazi-Raubkunst eingestuft wurde, an seinen rechtmäßigen 90-jährigen Erben des einstiegen jüdischen Besitzers zurückgegeben worden.

Ein New Yorker Anwalt hatte das Werk des Berliner Malers (1847 - 1935) schon frühzeitig für sich und seinen Bruder zurückgefordert und im März 2014 sogar die Bundesrepublik Deutschland und Bayern vor einem Gericht in Washington verklagt - wegen Kunstraubes durch die Nazis. Er habe mit 14 Jahren aus Deutschland fliehen müssen. Am 13. Mai 2015 bekam er das Bild nach langem Hin und Her zurück.

stb / AFP / DPA