Der von Borussia Dortmund an den 1. FC Heidenheim verliehene Diant Ramaj stellt die persönliche Zukunftsplanung vor dem direkten Duell beider Mannschaften hinten an. Sein Fokus liege auf dem Abstiegskampf des FCH in der Fußball-Bundesliga, erklärte der Torhüter. "Ich bin gerade hier in Heidenheim, es ist eine schwere Aufgabe und was im Sommer passiert, dafür ist es jetzt noch ein bisschen zu früh", sagte er in einem Sky-Interview. In Dortmund besitzt der 24-Jährige noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.
Die Vorfreude, sich am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) bei den BVB-Verantwortlichen zeigen zu dürfen, ist indes riesig. "Ich freue mich in erster Linie auf das größte Stadion Deutschlands mit den meisten Zuschauern, mehr als 80.000. Das wird ein geiles Spiel, denke ich - und vor allem auch wegen der Verbindung, ich bin von Dortmund ausgeliehen, das ist auch noch einmal etwas Besonderes."
Schon 42 Gegentore
Mit dem Tabellenletzten Heidenheim kassierte Ramaj bislang 42 Gegentore. Nur Eintracht Frankfurt war bislang ebenso häufig verwundbar. "Ein Torhüter steht stets im Mittelpunkt und für ihn war es zuletzt sicherlich auch nicht einfach", sagte FCH-Coach Frank Schmidt. "Aber er ist positiv, arbeitet wie ein Besessener und er ist einer, der agiert und nicht reagiert. Das brauchen wir in unserer Situation." Schmidt hob hervor, dass es darum gehe, die Anzahl der Chancen des Gegners zu reduzieren. "Wir müssen schauen, dass er pro Spiel vielleicht nur zwei, drei kritische Situationen zu bewältigen hat."
Dinkci kehrt zurück
Das Angriffsspiel soll Rückkehrer Eren Dinkci beleben. Der 24-Jährige kommt vom SC Freiburg bis Saisonende auf Leihbasis zum FCH. Dort spielte er bereits in der Saison 2023/24 und machte mit elf Toren und sechs Vorlagen auf sich aufmerksam. "Eren hat bei uns bekanntlich schon unter Beweis gestellt, was für außergewöhnliche fußballerische Qualitäten er in der Offensive besitzt und dass er menschlich bestens zu uns passt", sagte Heidenheims Vorstandschef Holger Sanwald.
Anders als der FCH waren die Dortmunder schon unter der Woche in der Champions League gefordert. Schmidt geht von einem völlig anderen Spiel aus, "weil wir nicht Inter Mailand sind. Inter hat diese Ballsicherheit und mehr Qualität", sagte er über den 2:0-Erfolg des italienischen Tabellenführers.
Fehlen wird den Heidenheimern der erkrankte Nick Rothweiler. Auch Adam Kölle, Budu Siwsiwadse sowie die beiden Winter-Neuzugänge Christian Conteh und Leonidas Stergiou stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.