Vermisstenfall Nach Italien ausgerissen - Motiv von 13-Jährigem unklar

Warum der 13-Jährige von Zuhause ausbüxte, ist bisher unklar. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Warum der 13-Jährige von Zuhause ausbüxte, ist bisher unklar. (Symbolbild) Foto
© Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ausreißer auf zwei Rädern: Ein Teenager radelt vermeintlich zur Schule - und taucht in Italien wieder auf. Wie er auf diese Idee kam, bleibt unklar. Anlass zur Besorgnis hat die Polizei bisher nicht.

Mitsamt seinem Rad büxte ein 13 Jahre alter Teenager aus und machte sich auf den Weg nach Italien - warum der Junge ausriss, ist nach Worten der Polizei noch unklar. Es gebe jedoch keinerlei Hinweise auf irgendwelche außergewöhnlichen Vorkommnisse, geschweige denn eine Straftat, die den Jungen auf die Idee mit seiner Reise brachte, sagte eine Polizeisprecherin. "Er ist aus eigenem Antrieb losgefahren", sagte sie. 

Der 13-Jährige aus Bruchsal war am vergangenen Dienstag auf dem Weg zur Schule verschwunden und zwei Tage später in der italienischen Stadt Neapel wieder aufgetaucht - aufgegriffen von italienischen Polizeibeamten, denen der Teenager allein mit seinem Rad aufgefallen war. Direkt nach seinem Verschwinden hatten sich bereits Hinweise darauf ergeben, dass der Junge eigentlich nach Sizilien wollte.

Nun seien zunächst die Eltern am Zug, sagte die Polizeisprecherin. Diese würden sich um den Ausreißer kümmern und dafür Sorge tragen, dass ihr Sohn wieder zurück nach Hause komme. Ob dies bereits der Fall oder er noch auf dem Weg zurück sei, wisse die Polizei nicht. Später sei dann ein Gespräch mit dem Kind geplant. "Wir müssen dem schon nochmals nachgehen", sagte die Sprecherin. 

Weitere Details werde es aber auch mit Rücksicht auf den Schutz von Minderjährigen nicht geben, sagte sie. Wie genau es der Junge in das rund 1.400 Kilometer entfernte Neapel geschafft hatte, blieb vorerst ebenfalls unklar. Die öffentliche Fahndung nach ihm ist inzwischen gelöscht.

dpa

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