FC Bayern
Reiter weist Lügenvorwurf im Stadtrat zurück

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sah sich im Münchner Stadtrat mit Vorwürfen konfrontiert. (Archivbild) Foto: Sven Hoppe
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sah sich im Münchner Stadtrat mit Vorwürfen konfrontiert. (Archivbild) Foto
© Sven Hoppe/dpa
Münchens Oberbürgermeister Reiter wurde vorgeworfen, im Stadtrat über seine Rolle beim FC Bayern gelogen zu haben. Wie er die Situation jetzt erklärt.

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat Lügenvorwürfe aus dem Stadtrat im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern zurückgewiesen. Als er in der Sitzung des Stadtrats sich dazu geäußert habe, sei er entgegen seiner Annahme schon reguläres Aufsichtsratsmitglied gewesen, teilte Reiter in einer Erklärung mit. Von diesem aktuellen Stand habe er aber zu Beginn der Vollversammlung nichts gewusst. "Vorwürfe, ich hätte wissentlich die Unwahrheit gesagt, weise ich deshalb mit aller Schärfe zurück!", so Reiter.

Nur "Gast" beim FC Bayern

Reiter reagierte damit auf entsprechende Vorwürfe der Stadtratsparteien ÖDP und Die Linke wenige Tage vor der Kommunalwahl, bei der sich Reiter zur Wiederwahl stellt. Im Zentrum stand die Frage, ob Reiter bei der Übernahme des Postens bei dem millionenschweren Verein das Stadtratsplenum übergangen hat. Nach tagelanger Kritik nahm Reiter nun dazu in der Vollversammlung Stellung. Dabei sagte er unter anderem, bislang nicht als Aufsichtsrat im Handelsregister zu stehen und an einer Sitzung im Februar nur "als Gast" teilgenommen zu haben. 

In seiner Stellungnahme erklärte Reiter nun, er habe vom FC Bayern am Dienstag die Auskunft erhalten, dass das Protokoll der Hauptversammlung zu seiner Wahl als Aufsichtsratsmitglied noch nicht beim Registergericht eingereicht worden sei. Am Mittwochvormittag habe er dann seitens des FC Bayern erfahren, dass das zuständige Notariat die neue Aufsichtsratsliste dem Registergericht bereits vorgelegt habe. Darin sei er bereits als Mitglied aufgeführt. Das Gericht habe diese Liste daraufhin veröffentlicht. "Ich bedaure, dass mir der aktuellste Stand zu Beginn der Vollversammlung nicht vorlag", so Reiter.

dpa