„Green Visions Potsdam“
Kosslick hofft auf „Charme-Offensive für das Kino“

Festivaldirektor Dieter Kosslick setzt sich für das Klima ein. (Archivbild) Foto: Jens Büttner/dpa
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Beim Festival „Green Visions“ treffen Forscher auf Filmfans. Ex-Berlinale-Leiter Dieter Kosslick setzt auf eine neue Begeisterung fürs große Kino - auch auf dem Land.

Film-Profi Dieter Kosslick will mit seinem Umwelt-Festival „Green Visions“ Menschen vom Land in die Kinosessel locken. Mit Natur- und Klimafilmen wie sie bis Sonntag im Filmmuseum Potsdam gezeigt werden, ließen sich viele Leute erreichen: „Ich glaube schon, dass so ein Festival auch eine Charme-Offensive für das Kino sein kann“, sagte Kosslick der Deutschen Presse-Agentur. „Gerade auf dem Land sieht man ja am ehesten, wie sich die Natur verändert.“

Seit Donnerstag läuft in Brandenburgs Landeshauptstadt die dritte Ausgabe von „Green Visions Potsdam - Filmfestival für nachhaltiges Leben“ - geleitet von Festivaldirektor Kosslick, der von 2001 bis 2019 Direktor der Berlinale war. Die Idee des Festivals ist es, Klimaschutz filmisch und wissenschaftlich darzustellen. Zu den Filmvorführungen kommen auch Wissenschaftlerinnen und Forscher, die Vorträge halten und für Diskussionen bereitstehen.

Filmfestival gegen das Kinosterben

„Potsdam gilt als Zentrum für internationale Klimaforschung und Filmproduktion, was es zu einem idealen Standort macht, um diese beiden Disziplinen miteinander zu verbinden“, heißt es von den Veranstaltern. 

Dabei sind etwa Experten vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) Potsdam und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sowie der Präsident des Umweltbundesamts Dirk Messner. „Potsdam ist Filmstadt und hat eine große Dichte von Forschenden“, begründet Kosslick, was für die Stadt als Austragungsort spricht.

dpa