Avus A115-Sanierung im Westen verzögert sich um Dreivierteljahr

Die Bauarbeiten auf der A115 im Berliner Westen dauern deutlich länger als zuvor angenommen. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dp
Die Bauarbeiten auf der A115 im Berliner Westen dauern deutlich länger als zuvor angenommen. (Archivbild) Foto
© Soeren Stache/dpa
Autofahrer, die über die A115 im Westen zwischen Berlin und Brandenburg pendeln, brauchen starke Nerven: Die Bauarbeiten auf der Strecke werden deutlich länger dauern.

Schlechte Nachrichten für Auto-Pendler zwischen Berlin und Brandenburg: Die Sanierung der A115 zwischen Spanischer Allee über das Autobahnkreuz Zehlendorf bis zur Landesgrenze wird rund neun Monate länger dauern als ursprünglich geplant. "Nach aktuellem Stand rechnen wir mit dem Abschluss der umfangreichen Baumaßnahmen nunmehr im zweiten Quartal 2027", teilte die bundeseigene Autobahn-Gesellschaft mit. Zuvor hatte die "B.Z." berichtet.

Grund für die Verzögerung sei ein unerwartet hoher Aufwand bei der Beseitigung von Kampfmitteln. Es seien deutlich mehr davon gefunden worden als zunächst angenommen. "Hinzu kommen zusätzliche Anforderungen durch naturschutzrechtliche Rahmenbedingungen sowie durch Zwänge aus der vorhandenen Infrastruktur", hieß es. So seien im angrenzenden Naturschutzgebiet bisher nicht bekannte Wasserleitungen entdeckt worden. Diese müssten nun umverlegt werden. 

Die Bauarbeiten auf der seit Jahren sanierungsbedürftigen Strecke, zu der auch die Avus gehört, laufen seit Oktober 2024. Der Abschnitt rund um das Autobahnkreuz Zehlendorf und die Zulaufstrecken wurde überwiegend in den frühen 1960er Jahren geplant und gebaut. Es handele sich um die erste grundhafte Sanierung der Strecke, hieß es. Insgesamt 82.000 Quadratmeter werden demnach grundlegend erneuert.

dpa