Winterwelle Hausärzte: Noch nicht zu spät für Influenza-Impfung

Laut den Medizinern passen die Impfstoffe gut zu den aktuell zirkulierenden Viren. (Symbolbild) Foto: Friso Gentsch/dpa
Laut den Medizinern passen die Impfstoffe gut zu den aktuell zirkulierenden Viren. (Symbolbild) Foto
© Friso Gentsch/dpa
In Hessen geht die Grippe um. Hausärzte empfehlen auch jetzt noch eine Impfung. Warum der Schutz laut Experten weiterhin sinnvoll ist und welche Tipps die Abwehrkräfte stärken.

Angesichts der hohen Infektionszahlen rät der hessische Hausärzteverband zur Vorsorge: "Die Impfung gegen Influenza macht immer noch Sinn und alle Personen, die bislang noch nicht geimpft wurden, sollten dies nachholen", sagte der Landesvorsitzende im Hausärztinnen- und Hausärzteverband, Christian Sommerbrodt, der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Impfstoffe passen recht gut zu den aktuell zirkulierenden Viren und sorgen für eine deutlich reduzierte Infektanfälligkeit und mildere Verläufe." Die Patienten mit Influenza kämen dieses Jahr wieder "mit einer ausgeprägten Symptomatik" in die Praxen und seien je nach Schwere der Erkrankung ein bis zwei Wochen arbeitsunfähig.

Was schützt sonst noch?

Infekte der Atemwege könnten durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst werden, erklärt Sommerbrodt. "Besonders wichtig ist es, größere Menschenmengen zu meiden, Hände regelmäßig waschen und sich möglichst wenig ins Gesicht zu fassen." 

Wer seine Abwehrkräfte stärken will, dem gibt der Hausarzt zudem folgende Tipps: "Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und das Vermeiden von Alkohol und Nikotin verbessern die Resilienz weiter."

Wie entwickeln sich die Zahlen? 

Zu Beginn des neuen Jahres war die Zahl der Infektionen in Hessen sprunghaft gestiegen - in der dritten Kalenderwoche (ab 12. Januar) zeigte sich eine leichte Entspannung. Das zeigen die Daten des Hessischen Landesamts für Gesundheit und Pflege in Dillenburg ("Epi-Kurier") im Detail:

Die Zahl der gemeldeten Grippe-Fälle sank von rund 1.800 auf 1.254 Die Zahl der RSV-Fälle sank von 145 auf 97Die Corona-Fälle sanken von 372 auf 213

Für das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege ist es "noch zu früh um den weiteren Verlauf der Grippewelle zu bewerten", wie es im Epi-Kurier heißt. "Es traten in dieser Grippesaison bisher deutlich mehr Fälle auf als im vergleichbaren Zeitraum der Vorjahre - mit Ausnahme von 2022/23."

dpa

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