Fahrzeugwechsel
Streit um Ersatzverkehr: Bahn setzt Ecovista Frist

Zwischen der Deutschen Bahn und dem Busunternehmen Ecovista ist ein Streit um den Ersatzverkehr während der Sanierung der Bahnst
Zwischen der Deutschen Bahn und dem Busunternehmen Ecovista ist ein Streit um den Ersatzverkehr während der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin entbrannt. (Archivbild) Foto
© Jens Kalaene/dpa
Im Streit um den Bus-Ersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin erhöht die Deutsche Bahn den Druck. Sie will, dass die vertraglich vereinbarten Busse sofort wieder fahren.

Im Streit um die eingesetzten Busse beim Ersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin hat die Deutsche Bahn dem Dienstleister Ecovista eine Frist gesetzt. Das Unternehmen müsse unverzüglich wieder die vertraglich vereinbarten Busse mit ausreichend Platz und klarer Fahrgastinformation einsetzen, teilte der bundeseigene Konzern mit.

"Wir setzen alles daran, für die Fahrgäste eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Lösung zu finden, aber wir lassen uns nicht erpressen", hieß es vom Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte bei der zuständigen Bahn-Infrastrukturtochter DB InfraGo, Gerd-Dietrich Bolte.

Ecovista organisiert den Bus-Ersatzverkehr während der umfassenden Sanierung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg. Dafür setzt das Unternehmen rund 200 Busse und 500 Fahrerinnen und Fahrer in den betroffenen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein ein.

Ecovista tauscht Busflotte aus

Am Wochenende hat Ecovista angekündigt, aufgrund von Änderungen beim Fahrzeugleasing die Busflotte auszutauschen. Die neuen Fahrzeuge seien anders foliert als die bisherigen Busse und es komme infolge des Austauschs auch zu Einschränkungen bei der Übertragung von Echtzeit-Fahrdaten.

Die Deutsche Bahn (DB) reagierte deutlich verstimmt. Ecovista plane den Einsatz von Fahrzeugen, die nicht den vertraglichen Vereinbarungen mit der DB InfraGo und den zuständigen Eisenbahnverkehrsunternehmen entsprächen, teilte sie am Wochenende mit. Klar geregelte und mit Aufgabenträgern und Eisenbahnverkehrsunternehmen abgestimmte Qualitätskriterien in Bezug auf Fahrzeugdesign, Ausstattung der Busse und Reisenden-Information würden nicht eingehalten.

Die Bahn habe Ecovista daher abgemahnt, hieß es. "Angeblich sind die bisher genutzten Busse sogar noch vor Ort", betonte Bolte.

dpa