Für die Füchse Berlin dürfte mit einem Sieg im vorletzten Saisonspiel der Handball-Bundesliga am Donnerstag bei der MT Melsungen (20.00 Uhr/Dyn) das Ticket für die Champions League sicher sein. „Wir spielen ein Finale um Platz zwei. Da müssen wir auf alle mentalen Szenarien vorbereitet sein, sonst bekommen wir Probleme. Deshalb kommen wir mit vollem Feuer“, sagte Trainer Nicolej Krickau.
Denn mit einem Erfolg in Melsungen könnte Verfolger SG Flensburg-Handewitt im direkten Duell am letzten Spieltag maximal punktgleich mit den Füchsen werden. Und das dann entscheidende Torverhältnis spricht eindeutig für die Berliner. „Bekommen wir das nicht hin, bekommen wir eine zweite Finalmöglichkeit. Eine von diesen zwei müssen wir lösen, sehr gerne schon am Donnerstag“, sagte Krickau.
Fragezeichen hinter Melsungen nach European-League-Sieg
Melsungen hatte am Sonntag aber überraschend das European-League-Finale gegen den THW Kiel gewonnen und seinen ersten Titel der Vereinshistorie geholt. „Wir sind alle gewarnt. Wir haben gesehen, dass sie die Topteams schlagen können. Wenn sie gut vorbereitet sind, sind sie sehr unangenehm“, sagte Nationalspieler Nils Lichtlein.
Allerdings ist unklar, in welcher Verfassung sich die Hessen nach dem Titelgewinn befinden. „Es ist etwas unberechenbarer und schwieriger für die Vorbereitung geworden“, sagte Lichtlein, dessen Onkel Carsten Lichtlein Torwarttrainer in Melsungen ist.
Sportlich geht es für die Gastgeber als Tabellensiebter um nichts mehr. Mit dem Titel können sie aber auch frei aufspielen. „Die haben die gleichen Fragezeichen wie wir“, sagte Krickau. Zumal eine Berliner Qualifikation für die Champions League auch Melsungens Chancen auf die Königsklasse als European-League-Sieger erhöhen würde.