Schwarzarbeit, Schleusung, Ausbeutung, unwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen - wegen solcher Vorwürfe haben Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt Frankfurt am Donnerstag elf Wohn- und Geschäftsräume und Lagerhallen im Rhein-Main-Gebiet durchsucht.
Rund 300 Einsatzkräfte waren an den Maßnahmen beteiligt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft berichtete. Die Durchsuchungen fanden in Frankfurt am Main, Mainz, Wiesbaden, Kelsterbach, Hochheim am Main, Saarbrücken und Großostheim statt.
Die Ermittlungen richten sich gegen zwei Männer und eine Frau im Alter von 34 bis 45 Jahren. Sie sind für zwei Firmen im Bereich E-Commerce von Elektronikprodukten tätig. Die Firmen sollen massenhaft Arbeitnehmer aus China beschäftigt haben, die nicht richtig bei der Sozialversicherung gemeldet und teilweise nicht in Besitz des erforderlichen Aufenthaltstitels waren.
Daneben stellten die Ermittler "prekäre Arbeits- und Unterbringungsbedingungen" in den Lagerhallen fest - niedrige Temperaturen, verschmutzte Zimmer und unhygienische Sanitäranlagen.