Kunstwerke von Hollywoodstar Johnny Depp (62) sind bald in gleich zwei Galerien in Hessen zu sehen. Und das Interesse des Publikums ist schon vor Beginn riesengroß. "Unsere Ausstellungseröffnung am Freitag ist absolut ausgebucht", berichtet der Inhaber der Galerie Bilder Fuchs in Fulda, Thomas Stock.
Johnny Depp ("Fluch der Karibik") werde zwar nicht selbst nach Hessen kommen, um seine Kunstwerke vorzustellen. Möglicherweise werde aber sein Manager bei der Eröffnung in Fulda dabei sein, sagt der Kunsthändler.
Einen Tag später eröffnet die Art Gallery Wiesbaden ebenfalls eine Johnny-Depp-Ausstellung. Auch in der Landeshauptstadt ist das Interesse außergewöhnlich groß. "Die Ausstellungseröffnung am 25. April ist ausgebucht, aktuell liegen mehrere Hundert Anfragen vor", teilt die Galerie mit. "Für die ersten Tage nach der Eröffnung rechnen wir mit rund 1.000 Besuchern, insgesamt im Verlauf der Ausstellung mit mehreren Tausend."
Editionen und Unikate
Beide Werkschauen sind bis 24. Mai geöffnet. Zuvor waren die Objekte bereits in einer Galerie in Baden-Württemberg ausgestellt.
Was gibt es zu sehen? In Fulda und Wiesbaden wird den Angaben zufolge eine Auswahl aus Depps aktuellen Grafikeditionen gezeigt, darunter Motive aus "Reflections", "The Bunnyman Genesis", "Five", "Paciderm" sowie "The House That Johnny Built". Außerdem sind Unikate zu sehen, darunter Aquarelle, Zeichnungen und Monoprints.
Preise starten bei 995 Euro und gehen bis zu sechsstelligen Beträgen
Die Editionen sind laut Stock nummeriert und vom Künstler handsigniert. Die Preise für diese Werke beginnen laut Galerie bei 995 Euro und reichen bis etwa 7000 Euro. Die Unikate starten bei rund 10.000 Euro und können bis in den sechsstelligen Bereich gehen.
Besonders spannend findet Stock die Edition "Five", da Depp darin die emotionale Erschöpfung in einer schwierigen Lebensphase verarbeitet habe. Das Publikumsinteresse ist nach seinen Worten ungewöhnlich hoch. Er sei seit 35 Jahren im Kunsthandel tätig, habe aber noch nie eine Ausstellung mit einer solchen Resonanz im Vorfeld vorbereitet, sagt der Galeriebesitzer. Es gebe Hunderte von E-Mail-Anfragen.
Große Fangemeinde
Das enorme Interesse zeige, was für eine große Fangemeinde der Hollywoodstar als Künstler und auch als Persönlichkeit habe, betont Stock. Wer sich für die Ausstellung interessiere, solle besser per E-Mail einen Termin vereinbaren. Man könne auch spontan kommen, müsse dann aber Wartezeiten einkalkulieren.